Bits und Bytes auf dem Doppelboden

Die standsichere Bodenkonstruktion in Rechenzentren

| Autor / Redakteur: Dipl.-Ing. (FH) Hermann-Josef Hosters / Ulrike Ostler

Die Unterkonstruktion im genutzten Bodenhohlraum des Doppelbodens beseteht hier aus Stahlstützen mit aufgeschraubten C-Profilen, und Doppelbodenplatten, die darauf liegen.
Die Unterkonstruktion im genutzten Bodenhohlraum des Doppelbodens beseteht hier aus Stahlstützen mit aufgeschraubten C-Profilen, und Doppelbodenplatten, die darauf liegen. (Bild: MERO – TSK International GmbH & Co. KG)

Im Ausbau von IT-Räumen spielt die Bodenkonstruktion in Form von Doppelböden eine besondere Rolle. Ihre konzeptionelle Bedeutung und ihre elementaren bautechnischen Grundlagen bilden auch für zukünftige Rechenzentren eine standsichere und funktionale Basis.

Der Anspruch an den gestaltenden Innenausbau von Rechenzentren ist eher gering. Der technische Ausbau der Räume hat es jedoch in sich. Denn in diesem Zusammenhang gilt es vier wichtige Aufgabenbereiche miteinander zu verknüpfen:

  • Den Ausbau der Räumlichkeiten mit einer ausreichenden Tragfähigkeit und Gebrauchstauglichkeit der Bodenkonstruktion
  • Die Einrichtung der IT-Technik mit seiner gebäude- beziehungsweise rauminternen Vernetzung
  • Die Installation der technischen Gebäude-Ausrüstung, insbesondere Systeme zur Lüftung beziehungsweise Kühlung der IT-Systeme und Server
  • Zerstörungsfreier, einfacher Zugriff auf die Installationsebene für Reparatur, Ergänzung oder Änderung der Medienleitungen

Alle vier Aufgabenbereiche finden ihre Schnittstelle in der Bodenkonstruktion. Bereits zu den Anfängen der Rechenzentren in den 1960-er Jahren bot das Unternehmen MERO – TSK International GmbH & Co. KG mit der Abwandlung eines Raumfachwerkes und einer Abdeckplatte Produkte für diese miteinander verbundenen Bereiche an.

Die konzeptionelle Bedeutung von Doppelböden

Von den heutigen modernen Doppelbodenkonstruktionen wird die Aufnahme und Weiterleitung sehr hoher Lasten in Folge immer schwerer werdender Geräte gefordert. Gegenwärtig können Schwerlastkonstruktionen mit Punktlasten bis zu 20 Kilonewton (kN) realisiert werden. Die Doppelbodenkonstruktionen sollten auch großen, wiederkehrenden dynamischen Lasten standhalten, zum Beispiel beim Transport von schweren Einheiten oder hochbelasteten Flurförderfahrzeugen.

Die gestiegene Leistungsdichte in den IT-Strukturen, für immer umfangreichere Rechnerleistungen, hat zu hohen Wärmelasten geführt. Größere zu bewegende Luftvolumina und das Thema Energie-Effizienz rufen neue Lüftungs- und Kühlkonzepte auf den Plan.

Vor diesem Hintergrund müssen jedoch langfristige Flexibilität, technische Sicherheit der Lüftungs- und Kühltechnik, praktisches Handling und vertretbarer Kostenaufwand gegeneinander abgewogen werden. Der Doppelboden mit seinem großen, freien, variablen Installationsraum zwischen der tragenden Decke und hochbelastbaren Tragschicht bietet signifikante Vorteile in Kombination mit der IT-orientierten technischen Gebäude-Ausrüstung und der Innenausbaukonstruktion. (siehe: Tabelle)

Abbildung 1: Die Tabelle listet die Vor- und Nachteile eines Doppelbodens.
Abbildung 1: Die Tabelle listet die Vor- und Nachteile eines Doppelbodens. (Bild: MERO – TSK International GmbH & Co. KG)

Ergänzendes zum Thema
 
Resümee und Ausblick

Unter der Maxime dieser Aspekte hat sich der Doppelboden über die Jahrzehnte als eigenständiges Gewerk etabliert. Mit den gewachsenen technischen Ansprüchen sowie Material- und Konstruktionsentwicklungen sind Planung und Ausführung jedoch wesentlich anspruchsvoller geworden.

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In der Beschreibung de ersten RZ Beispiels wir die Ausführung der Doppelbodenplatten mit einer...  lesen
posted am 24.09.2014 um 09:18 von Unregistriert


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