Appsense zu User-Virtualization im Anwenderumfeld

Die Macht der Anwender steigt – IT-Manager müssen reagieren

| Redakteur: Ulrike Ostler

Die Virtualisierung ist im Alltag angekommen, sagt Dr. Bernhard Tritsch, Technical Director, von Appsense.
Die Virtualisierung ist im Alltag angekommen, sagt Dr. Bernhard Tritsch, Technical Director, von Appsense.

Cloud-Computing, Virtualisierung und eigene Arbeitsgeräte der Anwender: IT-Fachleute müssen auf die neuen Regeln im Zusammenspiel zwischen Anwender und Programmen reagieren.

User- eine wichtige Form der Virtualisierung. Es geht dabei vor allem um die Individualität, die jedem Anwender mit seinem Computer zugestanden werden sollte. Noch vor gar nicht langer Zeit waren die Benutzer in einer starren Struktur gefangen, die ihnen durch das Betriebssystem und die Launen des Administrators vorgegeben war .In der modernen, flexiblen Arbeitswelt allerdings müssen sich die Geräte dem Anwender anpassen – nicht umgekehrt.

Dabei geht es nicht nur darum, dass sich der User seinen Desktop nach eigenen Wünschen gestalten kann, sondern auch um den Zugriff auf die Applikationen, die er für seine Arbeit benötigt. Diese müssen ohne administrativen Aufwand auch dann zur Verfügung stehen, wenn die Arbeit auf fremden Geräten, Bring-your-own-Device-Rechnern oder frisch installierten Windows-7-Systemen verrichtet werden soll.

Virtualisierung ist im Alltag angekommen

Das Thema Virtualisierung bewegt nach wie vor die IT. Während die einen darunter alten Wein in neuen Schläuchen verstehen und die Technologie rigoros ablehnen, nutzen andere deren neue Möglichkeiten durchaus mit Erfolg. Schließlich gibt es noch eine weitere Gruppe an Unternehmen, die nach ersten vielversprechenden Experimenten Teile ihrer wieder in klassische Modelle überführt.

Damit bewahrheitet sich, was viele Experten vorhergesehen haben: Mischformen dominieren langfristig den Markt. Dabei werden zugleich unterschiedliche Geräte mit jeweils eigenen Betriebssystemen nicht länger als Bedrohung wahrgenommen. Beste Zeiten also für User-Virtualization – eine Technologie, die die Vorteile beider Welten vereint.

Der Desktop verliert an Bedeutung zugunsten von Anwendungen

In der modernen Arbeitswelt zerfällt die Einheit von Gerät und Anwendung zusehends. Immer mehr Programme sind auf einer Vielzahl an Plattformen zuhause, die von den Anwendern im Wechselbetrieb genutzt werden.

Damit verändert sich zugleich die grundlegende Arbeitsweise vieler Administratoren, die sich in der Vergangenheit hauptsächlich um die Verwaltung von Geräten kümmern mussten. In der App-zentrischen Welt allerdings kommt diese Methodik an ihre Grenzen. Auch hier hilft User-Virtualization als eine effiziente Methode, um den spezifischen Anforderungen eines jeden Nutzers von Gerät zu Gerät entgegenzukommen.

Die Grenzen zwischen Gerät und Anwender verschwinden. In Zeiten von iPhone und Android-Smartphones möchten immer mehr Mitarbeiter ihr Lieblings-Gadget auch in der Firma einsetzen.

BYOD auch für Otto-Normal-Mitarbeiter

Unternehmen, die ihre Technik-affinen Potenzialträger nicht verschrecken wollen, sind deshalb gut beraten, sich dieser Situation anzupassen und ihre um entsprechende Punkte zu erweitern. Schließlich sind nicht mehr nur die „Computer-Fans“ die Treiber dieser Entwicklung: Die Erfahrung zeigt, dass zunehmend auch die Technik-routinierte „Normal”-Belegschaft eine entsprechend aufbereitete Arbeitsumgebung erwartet und einfordert.

Die Zeiten, in denen die Mehrzahl von Unternehmensmitarbeitern Berührungsängste mit modernen Computerkonzepten hatte, sind lange vorbei. Ganz im Gegenteil: Firmen haben mit Bring-your-own-device-Konzepten ausgesprochen gute Erfahrungen gemacht und müssen im Gegenzug eine Vielzahl unterschiedlicher Geräte akzeptieren.

„Unternehmen können sich dagegen kaum wehren. Eine allzu restriktive Policy würde ohnehin durch die Mitarbeiter ausgehebelt. Schon in klassischen Umgebungen nutzen die Anwender alle Tricks, um auf für sie wichtige Funktionen problemlos zugreifen zu können“, hält Bernhard Tritsch, Technical Director, von Appsense fest.

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