Zukunftsfähige RZ-Netz-Infrastruktur für kleine und mittelgroße Unternehmen

Die Ethernet-Architektur wird fit für den Einsatz im Datacenter

24.08.2011 | Autor / Redakteur: Dietmar Spehr / Ulrike Ostler

Ethernet gehört ins Rechenzentrum, sagt Christian Schwaiger, Geschäftsführer bei Allied Telesis. Bild: Allied Telesis

Viel Speicher, schnelle Leitungen, leistungsfähige Server: Die alten Pfade zur Performance-Steigerung in Rechenzentren sind weitgehend ausgetreten. Dabei verlangen neue Entwicklungen wie Cloud-Computing auch eine neue Generation von Rechenzentrumskomponenten, die die alten Schwächen der IP-Welt ausbügeln.

Als das Ethernet in den 80-er Jahren das Licht der Welt erblickte, war an Konzepte wie Cloud und Virtualisierung nicht zu denken. Kein Wunder, dass die Architektur in den vergangenen Jahren erheblich erweitert werden musste, um die aktuellen Anforderungen an Flexibilität, Performance, Sicherheit und Zuverlässigkeit erfüllen zu können.

Oftmals stellt die Paket-basierte IP-Technik einen Flaschenhals dar. Die Konvergenz der Netze verschärft das Problem derzeit massiv. Das sind ungünstige Voraussetzungen für eine Welt mit Virtualisierung und Cloud-Computing.

In Sachen Ethernet stehen auf allen Ebenen große Veränderungen an. Das zeigt sich nicht zuletzt daran, dass selbst die klassischen Netzwerkebenen Access, Distribution und Core auf dem Prüfstand stehen. Längst gelten sie in Fachkreisen nicht mehr als zentrale Komponenten der Architektur.

Die dreistufige Architektur hat ausgedient

Christian Schwaiger, Geschäftsführer bei Allied Telesis für Deutschland und der Schweiz, sagt dazu: „Die Grenzen verschmelzen immer mehr, insbesondere zwischen Distribution und Core. Gerade bei kleineren und mittleren Unternehmen ist eine solche Trennung der Bereiche ohnehin nicht mehr erforderlich.“

Eine komplette Abkehr von der klassischen Aufteilung sieht der Netzwerkspezialist allerdings in naher Zukunft noch nicht. Unverkennbar aber ist ein klarer Trend in Richtung mehr Intelligenz für Router und Switches.

Gerade für Access-Switches wird beispielsweise Power-over-Ethernet (PoE) immer wichtiger. So können bei vielen Herstellern bereits heute 24 Ports mit PoE versorgt werden. Anbieter wie Allied Telesis haben diese Geräte schon im Angebot, die auf 48 Ports PoE bieten. Dazu sind die Netzwerkgeräte mit zwei Stromversorgungssystemen ausgerüstet.

Der angenehme Nebeneffekt: Fällt eine Stromquelle aus, kann die andere einspringen, so dass auch im Access-Bereich Redundanz mit wenig Aufwand hergestellt werden kann. Bei modularen Core-Geräten stehen daneben sogar redundante CPU-Module zur Verfügung.

weiter mit: Ganz neue Technik im Storage-Netz

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