VPN und eigene Adressbereiche locken Unternehmen in die Amazon-Cloud

Die Amazon Web Services werden privat

12.08.2011 | Redakteur: Ulrike Ostler

Per Amazon Virtual Private Cloud bekommt jdes Unternehmen seine eigene Wolkenparzelle. Bild: Gerd Altmann/Axel Hoffmann/Pixelio

Die „Amazon Virtual Private Cloud“ (Amazon VPC) gibt es nun weltweit, über verschiedene Verfügbarkeitszonen hinweg. Dazu kommen neue Funktionen für ein dediziertes, auf Unternehmen zugeschnittenes Networking und Identity-Management. Der Zugang kann direkt über das Internet erfolgen; über verschlüsselte VPN-Verbindungen wird das eigene Rechenzentrum gleichsam ausgedehnt.

Mit Amazon VPC lassen sich innerhalb der Amazon Web Services (AWS) unternehmenseigene (private) Bereiche reservieren. Sie stehen in allen AWS-Zonen, US East, US West, Europa, Singapur und Tokyo, zur Verfügung.

Die Amazon-VPC-Nutzer können eigene IP-Adressbereiche definieren, Subnetze und Routing-Tabellen erstellen sowie den Zutritt in ihre virtuelle Welt über Gateways kontrollieren. Die IP-Adressen sind aus einem beliebigen IPv4-Block, aus RFC 1918 oder öffentlichen Adressblöcken wählbar. IPv6-Adressen stehen derzeit nicht zur Wahl.

Eine Virtual Private Cloud kann über mehrere Verfügbarkeitszonen (Availability Zone) einer Region hinweg angelegt werden und Amazon-EC2-Instanzen in Subnetze verlagern, die sich wiederum einzelnen Verfügbarkeitszonen zuordnen lassen. Das verhindert unter Umständen, dass Anwendungen ganz ausfallen, nur weil an einer Lokation Fehler auftreten.

Mehrere private Wölkchen unter einer Decke

Darüber hinaus sind mehrere VPCs innerhalb eines einzigen AWS-Account möglich. Die Niederlassungen eines Unternehmens lassen sich per verschlüsselter VPNs miteinander verbinden und der eigenen Amazon VPC.

Zudem können Unternehmen verschiedene VPCs für unterschiedliche Anwendungsfälle provisionieren. Zum Beispiel lassen sich voneinander unabhängige Netze für Produktiv- und Entwicklersysteme sowie für Testumgebungen einrichten.

Der VPC-Rollout darüber hinaus auch den Support für „Windos Server 2008 R2“ und „Windows SQL Server“ als reservierte Instanzen.

VPN heißt „Direct Connect“

Schließlich führt der Anbieter mit “Amazon Direct Connect” einen neuen Service ein. Diese umgeht gleichermaßen das Internet und liefert die Daten von AWS per Virtual Private Network (VPN).

Das VPN stellt konsistente, private Verbindungen zwischen AWS und dem eigenen Rechenzentrum zur Verfügung. Das kann die Latenzen als auch die Kosten senken.

Denn neben den normalen Amazon-EC2-Nutzungsgebühren fallen laut Amazon für die Amazon VPC keine zusätzlichen Kosten an. Kunden zahlen somit für die Netzwerk-Ports und die aus AWS transferierten Daten. Allerdings müssen die Anwender für die VPN-Verbindungenaufkommen: 0,05 Dollar pro angefangener VPN-Verbindungsstunde.

Amazon kündigt an, dass weitere Enterprise-Funktionen folgen sollen. Das Unternehmen arbeite bereits an „Elastic-Map-Reduce“-Features und „Elastic Load Balancing“.

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