Tests und Monitoring auf dem Fahrplan

DevOps-Teams über den Reifegrad ihrer Konzepte

| Redakteur: Stephan Augsten

Für ihren DevOps-Report haben xMatters und Atlassian ein eigenes Reifegrad-Modell entwickelt.
Für ihren DevOps-Report haben xMatters und Atlassian ein eigenes Reifegrad-Modell entwickelt. (Bild: Atlassian)

Automatisierte Tests und eine intelligentere Überwachung von Anwendungen sind die nächsten Meilensteine auf der DevOps-Roadmap. Dies ist ein Ergebnis einer Reifegrad-Untersuchung von xMatters und Atlassian.

Die beiden Urheberunternehmen der Studie betätigen sich selbst im DevOps-Umfeld: xMatters hat sich auf integrationsorientierte Ticketing- und Incident-Response-Tools zur Behebung von Problemen bei der Software-Bereitstellung spezialisiert. Atlassian ist bekannt als Anbieter von Collaboration- und Projekt-Management-Tools mit Fokus auf die Software-Entwicklung.

Um den Reifegrad bestehender DevOps-Teams zu analysieren, durften sich für die Studie mehr als 1.000 Teilnehmer zu fünf Themenkomplexen äußern. Diese umfassten Kultur und Ausrichtung, Design und Architektur, Continuous Delivery, Software-Betrieb und -Support sowie Tests und Verifikation.

Die Umfrageergebnisse zeigen, dass, die Unternehmen der DevOps-Philosophie folgend bereits die Leitkultur und entsprechende Prozesse umgesetzt haben. In den vollen Genuss der Vorteile kämen sie aber noch nicht. Im Folgenden einige Eckdaten aus der DevOps-Maturity-Erhebung:

  • Kultur: Die Kultur ist das Fundament gut aufgestellter Teams: Vier Fünftel der befragten Development- und Operations-Teams teilen sich Informationen und Werkzeuge, wenn auch oft mit eingeschränktem Zugriff. So legen gerade einmal 17 Prozent der befragten Teams ihre Informationen ohne inhaltliche und zeitliche Einschränkungen offen. Sie fordern, dass die Unternehmen zunächst einmal von „Tools First“- zu „Team First“-Strategien übergehen müssten.
  • Monitoring: Unternehmen überwachen zwar alles, etliche priorisieren die Daten aber nicht und optimieren auf dieser Grundlage auch nicht ihre Geschäftsprozesse. 64 Prozent der befragten Teams gaben zumindest an, dass ihre Monitoring-Systeme mögliche Probleme vorhersagen, bevor Anwender betroffen sind.
  • Continuous Delivery: Code-Testing ist offenbar nur eingeschränkt dazu in der Lage, Probleme daran zu hindern, in die Produktivumgebung einzufließen. 42 Prozent der Unternehmen berichten, dass regelmäßig kleinere Probleme angegangen werden müssen, nachdem Code veröffentlicht wurde. Dies sei unter anderem darauf zurückzuführen, dass die Testssysteme nicht die Unzulänglichkeiten und Daten der realen Produktivumgebungen abbilden.
  • Incident-Management: Den meisten Teams fehlt es der Studie zufolge an durchgängigen, automatisierten Prozessen zur Problembehebung. Sie verlassen sich auf manuelle Prozesse, um Auftraggeber über größere Zwischenfälle auf dem Laufenden zu halten. Die Hälfte der Befragten sagt, dass die Werkzeuge, Prozesse und Schritte von Vorfall zu Vorfall variieren. Zu solch großen Vorfällen komme es allerdings immer seltener, kleinere Probleme sind hingegen an der Tagesordnung.

Knapp zwei Drittel der Unternehmen sagen, sie erreichen die Vorteile, die sie von DevOps erwarten, aber eine Lücke bleibt. „Die Unternehmen haben immer noch nicht die Reife erreicht, die sie von ihrer DevOps-Strategie erwartet haben“, sagte Abbas Haider Ali, CTO bei xMatters. Wenn Unternehmen für eine bessere Kommunikation sorgten und produktionsnahe Zwischenfälle vermeiden könnten, werde DevOps das Versprechen einer effizienteren Zusammenarbeit aber erfüllen.

Im Mai wollen xMatters und Atlassian mit einer weiterführenden Selbsteinschätzung starten, die „DevOps Maturity Survey“ findet sich auf der Website von Atlassian.

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