Umfrage zeigt Bedarf an variablen Konnektivitätsmodellen auf

Deutsche Unternehmen stehen auf Network-as-a-Service

| Redakteur: Ulrike Ostler

Neun von zehn deutschen Unternehmen interessieren sich für den Einsatz von Network-as-a-Service (NaaS), um sich damit sowohl für den steigenden Bandbreitenbedarf zu rüsten als auch IT-Kosten zu reduzieren
Neun von zehn deutschen Unternehmen interessieren sich für den Einsatz von Network-as-a-Service (NaaS), um sich damit sowohl für den steigenden Bandbreitenbedarf zu rüsten als auch IT-Kosten zu reduzieren (Bild: Ciena)

Der Großteil deutscher Unternehmen interessiert der Einsatz von Network-as-a-Service (NaaS), um sich damit sowohl für den steigenden Bandbreitenbedarf zu rüsten als auch IT-Kosten zu reduzieren. IT-Verantwortliche lagern IT-Dienste mehr und mehr aus und gewöhnen sich offenbar an den Gedanken „Rechenzentren ohne Wände“, evaluieren also Modelle, die verbrauchsabhängig bezahlt werden.

Die Ergebnisse stammen aus einer Studie von Vanson Bourne im Auftrag von Netzwerkspezialist Ciena, die zeigt, dass Unternehmen ein großes Interesse an Angeboten haben, die sich flexibel an dem Bandbreitenbedarf anpassen. Besonders im Vergleich zu befragten Unternehmen aus Großbritannien, Frankreich und den Niederlanden liegt Deutschland vorne.

So ist hierzulande mehr als die Hälfte der Befragten (56 Prozent) sogar sehr interessiert an einem Konzept, das sich am jeweiligen Bedarf orientiert, während dieses Interesse in Großbritannien (20 Prozent), Frankreich (31 Prozent) und den Niederlanden (30 Prozent) geringer ist.

Im Branchenvergleich verfolgen vor allem Finanzunternehmen (48 Prozent) und das herstellende Gewerbe (46 Prozent) dieses Konnektivitätsmodell, während der öffentliche Sektor am wenigsten Interesse bekundet (14 Prozent).

Pay per Use

Niederländische und französische Unternehmen sind besonders empfänglich für Pay-per-Use-Modelle für WAN-Konnektivität (44 Prozent beziehungsweise 43 Prozent), gefolgt von Großbritannien (36 Prozent) und Deutschland (32 Prozent). Für etwa ein Drittel aller französischen und britischen Unternehmen (je 30 Prozent) ist dieses Modell wegen der geringeren Kosten interessant, während für die Niederländer eher die Planbarkeit im Vordergrund steht (36 Prozent).

Die Ergebnisse der Umfrage zeigen außerdem, dass Outsourcing von IT bereits weitverbreitet ist. Etwa zwei Drittel (64 Prozent) der befragten Unternehmen haben bereits IT-Services ausgelagert, mehr als ein Drittel (39 Prozent) davon plant, dies noch weiter auszubauen.

Von den befragten IT-Entscheidern, die bislang keine Dienste ausgelagert haben, denkt bereits die Hälfte (49 Prozent) darüber nach. Acht Prozent haben sogar schon konkrete Pläne.

Vom Outsourcing zum Managed und Cloud Service

IT-Outsourcing ist weit verbreitet, aber kommen dann im nächsten Schritt Managed und danach Cloud-Services?
IT-Outsourcing ist weit verbreitet, aber kommen dann im nächsten Schritt Managed und danach Cloud-Services? (Bild: Ciena)

In Deutschland sind Unternehmen diesbezüglich allerdings noch zurückhaltender: Hierzulande gaben nur 51 Prozent der Befragten an, bereits IT ausgelagert zu haben.

Ergänzendes zum Thema
 
Zur Methodik der Studie

Laut Studie wird der Trend zum Outsourcing wohl auch künftig den Markt für Bandbreite-on-Demand beeinflussen. Denn die Unternehmen suchen nach einem kosteneffizienten Konnektivitätsmodell, das den Bandbreitenbedarf von Cloud-basierten IT-Services abdeckt.

Obwohl die große Mehrzahl der untersuchten Unternehmen (84 Prozent) den Einfluss wahr nimmt, den das Auslagern von IT-Services auf ihre WAN-Konnektivität und den Bandbreitenbedarf hat, hat mehr als die Hälfte (53 Prozent) diesen noch nicht näher bewertet.

Das ist laut Interpretation der Studienmacher ein besorgniserregendes Ergebnis: Denn die Cloud ist immer nur so gut wie das Netzwerk, das ihr zugrunde liegt. Da das Outsourcing von Diensten in die Cloud immer wichtiger in der IT-Strategie wird, sollte auch die Planung des Netzwerks entsprechend priorisiert werden.

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