VDI-Modelle kurz erklärt

Desktop Virtualisierung: Welcher Ansatz passt für wen?

18.07.2011 | Autor / Redakteur: Jörg Tewes / Ulrike Ostler

Mit der richtigen Art der Desktop-Virtualisierung ist der PC für die Anwender bald kein goldenes Kalb mehr.

Virtualisieren nach Schema F ist sinnlos und einen „typischen“ virtuellen Arbeitsplatz kann es nicht geben. Doch welche Ansätze gibt es? Und wo liegen die Vor- und Nachteile jedes Ansatzes? IT-Entscheider, die das adäquate Modell heraus finden, können sich sicher sein, dass die Akzeptanz der Mitarbeiter wie von selbst steigt und ihre Einführung ein Erfolg wird.

Mehr Flexibilität bei der täglichen Arbeit am PC – dieser Mitarbeiterwunsch stellt viele Unternehmen derzeit vor große Herausforderungen. Immer lauter wird der Ruf nach freier Endgerätewahl und dem Einsatz privater Geräte am Arbeitsplatz. Arbeitgeber können sich dem „Bring your own Device“ genannten Trend nicht mehr lange entziehen.

Gleiches gilt für die so genannte „Consumerization of IT“, also den Business-Einsatz von Geräten, die ursprünglich für den Consumer-Markt entwickelt wurden. Ein Weg, diesen Nutzeranforderungen zu begegnen, ist die Virtualisierung von Desktops.

Dynamic Client Infrastructure (DCI) ist die Grundlage

Bei der Desktop Virtualisierung liegt – anders als gewohnt – der technische Fokus auf dem Rechenzentrum und somit auf der zentralen Backend-Infrastruktur. Sind die Verantwortlichkeiten nicht klar geregelt, kann allein diese Tatsache Umstellungsprojekte vor organisatorische Herausforderungen stellen.

In einer dynamischen Client-Infrastruktur werden Anwendungen, Betriebssystem und persönliche Einstellungen voneinander und von der Hardware entkoppelt und virtualisiert bereitgestellt. Diese Bereitstellung kann lokal auf dem Endgerät oder über die Rechenzentrumsinfrastruktur erfolgen. Eine Kombination der verschiedenen Technologien – Virtualisierung von Applikationen, Betriebssystem und Einstellungen – ist möglich.

Virtualisierung des Betriebssystems: lokal oder remote

Soll das Betriebssystem den Anwendern virtualisiert zur Verfügung gestellt werden, kann dies lokal auf dem Rechner erfolgen (Local OS Virtualization) oder über eine Virtual Dynamic Infrastructure (VDI) im Rechenzentrum.

Bei der Local OS Virtualization ist eine parallele oder sequentielle Ausführung mehrerer Betriebssysteme möglich. Für eine Offline-Nutzung von virtualisierten Maschinen ist die lokale Ausführung unverzichtbar.

Die Bereitstellung der Images für solche Instanzen kann aus einem Master heraus zentral erfolgen. Aufgrund der Architektur ist die Abhängigkeit von der Netzwerkperformance verhältnismäßig gering, so dass die virtualisierten Maschinen auch bei hohen Latenzzeiten im Netz nutzbar sind.

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