VDI-Konzept erfordert neue Technik-Komponenten

Desktop-Virtualisierung ist nächster Evolutionsschritt der Virtualisierung

16.02.2011 | Redakteur: Ulrike Ostler

Virtuelle Desktop-Maschinen setzen sich aus Betriebssystem, Anwendungen sowie Nutzerdaten und Konfigurationen zusammen.

Desktop-Virtualisierung baut zwar auf Technologien auf, die Unternehmen mit der Server-Virtualisierung bereits eingeführt haben, doch gibt es grundlegende Unterschiede. So sind für das Konzept weitere Technologie-Komponenten erforderlich wie ein Verzeichnisdienst und ein Remote-Protokoll, um Endbenutzer mit ihren virtuellen Desktops zu verknüpfen.

Nach der Server-Virtualisierung nehmen viele Unternehmen jetzt die nächste Stufe der Virtualisierung in Angriff: die Virtualisierung von Endbenutzer-Desktops in zentralen Repositorys. Sie ist der Server-Virtualisierung insofern ähnlich, als sie auf der Zentralisierung von Hardware beruht.

Bei der Desktop-Virtualisierung laufen auf den physikalischen Servern virtualisierte Instanzen von Endbenutzer-Desktops. In dieser Hinsicht nutzt das Konzept einige Technologien, die ein Unternehmen mit Einführung der Server-Virtualisierung bereits implementiert hat.

So beruht Desktop-Virtualisierung ebenso auf Host-Servern, die üblicherweise in einem Cluster betrieben werden, das für hohe Verfügbarkeit der virtuellen Maschinen (VMs) sorgt. Um deren Images speichern zu können, ist wie bei der Server-Virtualisierung eine Shared-Storage-Infrastruktur erforderlich. Außerdem wird eine Management-Software benötigt, mit der sich das Starten und Herunterfahren der VMs, in denen sich die Arbeitsumgebung der Nutzer befindet, aufeinander abstimmen lässt.

Naheliegender Schritt

Hat ein Unternehmen bereits eine Infrastruktur für die Server-Virtualisierung aufgebaut, ist es somit der nächste Evolutionsschritt, das Thema Desktop-Virtualisierung anzugehen. Der Schritt liegt umso näher, je mehr sich neue Endgeräte wie Tablet-PCs, Netbooks oder Smartphones in Unternehmen verbreiten, je mehr die Mobilität von Mitarbeitern, Arbeitsgruppen und die Verlagerung von Beschäftigung ins Home-Office zunimmt.

Unter diesen Voraussetzungen spricht einiges dafür, ein komplexes physikalisches Endgerät wie den Windows-PC zu verabschieden und es durch die virtuelle Instanz eines Computers zu ersetzen – eines virtuellen PCs, der nur dann benötigt wird, wenn der Benutzer mit ihm arbeitet. Unternehmen sparen so nicht nur Geld bei der Anschaffung von Clients, sondern sie reduzieren auch die Kosten für die Inbetriebnahme und senken den Administrationsaufwand.

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