Appliance, Thin Client und Software

Dell-Neuheiten für die Desktop-Virtualisierung

| Autor / Redakteur: Bernhard Lück / Andreas Donner

Der Dell Latitude 3480 Thin Client setzt Windows 10 IoT Enterprise ein und bietet zahlreiche Anschlussmöglichkeiten.
Der Dell Latitude 3480 Thin Client setzt Windows 10 IoT Enterprise ein und bietet zahlreiche Anschlussmöglichkeiten. (Bild: Dell)

Mit einer hyperkonvergenten Appliance, einem mobilen Thin Client sowie einem aktualisierten Betriebssystem und einer Management-Suite für Endgeräte möchte Dell Unternehmen beim Aufbau und bei der Verwaltung einer sicheren VDI-Umgebung unterstützen.

Dell zufolge wurde die hyperkonvergente Appliance „Dell EMC XC Xpress“ für die Anforderungen von virtuellen Desktop-Infrastrukturen (VDI) mit einer Referenzarchitektur optimiert. Unternehmen kleiner und mittlerer Größe stünde damit eine Lösung zur Verfügung, mit der sie Umgebungen auf Nutanix-Basis einfacher aufsetzen, einrichten und verwalten können.

Die Appliance kombiniere Server- und Storage-Infrastrukturen, Virtualisierungssoftware und Cloud-Backup bei freier Wahl gängiger Hypervisor- und Desktop-Broker. Als wesentliche Vorteile nennt Dell:

  • Handhabung: Die Appliance biete einen ganzheitlichen Zugang zu VDI und könne in nur wenigen Stunden eingerichtet werden. Dazu seien weder umfangreiche VDI-Kenntnisse noch kostspielige Services nötig. Das fortlaufende Management könne mit der Management-Konsole „Nutanix Prism“, einer HTML-basierten Benutzeroberfläche, erfolgen.
  • Flexibilität: Je nach Anforderung könnten Unternehmen zunächst mit einer Drei-Knoten-Konfiguration starten und bei Bedarf auf vier Knoten hochskalieren. Dell EMC XC Xpress for VDI unterstütze alle gängigen Hypervisor- und Broker-Technologien. Die Appliance eigne sich besonders für kleinere Umgebungen und sei somit eine Ergänzung zu „Dell EMC VxRail for VDI“ und „Dell EMC XC Series for VDI“, die bereits häufig für die VDI-Bereitstellung in großen Unternehmen eingesetzt würden.
  • Funktionalität und Verlässlichkeit: Dell EMC XC Xpress for VDI biete Funktionen in Verbindung mit der Anwendungs- und Desktop-Bereitstellung auf lediglich drei Rack-Einheiten sowie Features auf Enterprise-Niveau wie Cloud-Backup und selbstheilende Cluster für Ausfallsicherheit.

Dell Latitude 3480 Thin Client

Beim mit „Windows 10 IoT Enterprise“ ausgestatteten „Dell Latitude 3480 Thin Client“ sei das Nutzererlebnis dank zahlreicher Anschlussmöglichkeiten das eines Notebooks der Enterprise-Klasse. Laut Dell besitzt der mobile Thin Client ein 14-Zoll-FHD-Display, einen Dual-Core-Prozessor von Intel mit integrierter Grafik und 8 GB DDR4 RAM, zudem würden USB 3.1 (2x) und 2.0 (1x), RJ45, HDMI, VGA, WLAN und Bluetooth unterstützt. Für Peripherie-Erweiterungen könnten Anwender auch die Dell-USB-Dockingstation D1000 verwenden. Kunden haben Dell zufolge die freie Wahl zwischen verschiedenen Virtual-Desktop-Brokern wie „Citrix XenDesktop“, „Microsoft RDS“ und „VMware Horizon“.

Optional können Anwender ihrem System eine weitere Sicherheitsebene hinzufügen: „Dell Threat Defense“ nutze künstliche Intelligenz und maschinelles Lernen, um Windows-Thin-Clients proaktiv vor Malware-Angriffen, einschließlich Zero-Day-Attacken und Ransomware, zu schützen. Thin Clients, die mit Windows 10 IoT Enterprise erworben würden, profitierten zudem vom Microsoft-Software-Assurance-Programm, bei dem sich im Vergleich zur „Virtual-Desktop-Access“-Lizenz (VDA) Software-Lizenzkosten von bis zu 50 Prozent einsparen ließen.

Management-Plattform für Wyse-Thin-Clients

Die „Wyse Management Suite“ könne den Implementierungsprozess von „Wyse“-Thin-Clients optimieren, da sich mehrere Zehntausend Arbeitsplätze konfigurieren, überwachen und verwalten ließen – ohne die übliche Komplexität bei solch umfangreichen Bereitstellungen. Das in den Varianten Standard und Pro erhältliche Programm könne in weniger als fünf Minuten installiert werden.

Die Standard-Version der Wyse Management Suite sei kostenfrei und stehe als On-Premises-Lösung für bis zu 10.000 Endgeräte zur Verfügung. Bei der „Wyse Management Suite Pro“ mit einem festen Preis pro Arbeitsplatz und Jahr hätten die Kunden die Wahl zwischen einer cloudbasierten oder einer On-Premises-Verwaltung – oder einer Kombination aus beiden, in der die Lizenzen fließend auf beide Optionen verteilt würden.

Thin OS 8.4 mit erweitertem Protokoll-Support

Dell stattet sein nach eigenen Angaben virusresistentes Thin-Client-Betriebssystem unter anderem mit einem erweiterten Protokoll-Support für Citrix- und VMware-Anwender aus. Durch die Unterstützung des „VMware Blast Extreme Remote Protocol“ könne „Thin OS 8.4“ für bessere grafische Darstellungen sowie mehr Flexibilität und Verwaltungsoptionen in virtuellen Arbeitsplatzumgebungen sorgen.

Zudem sei unter Thin OS 8.4 der Support für „Citrix HDX Real Time Optimization Pack 2.2“ sichergestellt – für erweiterte Unified-Communication-Möglichkeiten sowie eine bessere Leistung bei der Nutzung von Video und Multimedia, zum Beispiel bei der HTML5-Video-Umleitung. Letztere diene der Überwachung und Optimierung von durch „XenApp“- und „XenDesktop„-Servern bereitgestellten HTML5-Multimedia-Webinhalten. Des Weiteren unterstütze ThinOS 8.4 das Real Time Streaming Protocol (RTSP), HTTP Live Streaming (HLS) sowie Multimedia-Umleitungen auf der HTTP Independent Computing Architecture (ICA), was vor allem für die modernen Video-Content-Bereitstellungsdienste wie QUMU Multicasting benötigt werde.

Auch die Sicherheit von Thin OS 8.4 sei verbessert worden. Das Betriebssystem könne bei Firmware-Upgrades oder -Downgrades nun automatisch die Firmware-Signatur verifizieren. Ein vereinfachtes Protokoll für die Zertifikatregistrierung soll für die sichere Zertifikatausgabe an vertrauenswürdige Geräte im Netzwerk sorgen.

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