Automatisieren der Datenhaltung, mehr Compliance

Datenklassifikation mit Microsofts File Classification Infrastructure

12.02.2010 | Redakteur: Ulrich Roderer

Dataglobal nutzt Microsofts FCI zur Dateiklassifikation im RZ

Microsoft hat mit der File Classification Infrastructure (FCI) eine Infrastruktur für den Windows Server 2008 entwickelt, die es ermöglicht, Daten automatisch zu klassifizieren und zu verwalten.

IT-Abteilungen sehen sich einer Flut wachsender unstrukturierter Daten gegenüber. IDC beziffert die jährliche Wachstumsrate von Workloads auf File Servern in seinem Report “Workloads 2008: Understanding Server and Storage System Deployment”, auf 51 Prozent bis 2012.

Viel gravierender als die Kosten der benötigten Storage-Systeme sind Sicherheitsprobleme und das Auffinden relevanter Daten. Werden beispielsweise bei einer Klage Daten benötigt, die sich irgendwo in dieser Masse der unstrukturierten Daten befinden, kann es ein teurer und langwieriger Prozess sein, diese wieder hervorzuholen, falls keine geeigneten Mechanismen dafür zur Verfügung stehen.

Aber auch für die Automatisierung der Datenhaltung werden Klassifikationen benötigt, anhand derer Daten automatisch je nach Bedeutung auf verschiedene Tiers gespeichert oder gelöscht werden.

Solche Klassifikationen legen die Grundlage für Geschäftsregeln und verhindern Fehler in den Datenquellen.

File Classification Infrastructure (FCI)

Microsoft hat mit dem Windows Server 2008 R2 die File Classification Infrastructure (FCI) auf den Markt gebracht. Dabei handelt es sich um eine Lösung zu Klassifikation von Dateien. Über Regeln, die auf der Wertigkeit von Daten basieren, lassen sich Prozesse automatisieren.

Die File Classification Infrastructure verfügt über eine erweiterbare Infrastruktur, in die Drittanbieter oder IT-Abteilungen eigene Lösungen integrieren können.

FCI – Die Funktionen

FCI ermöglicht es, Klassifikationseigenschaften zu definieren, basierend auf Ort und Inhalt. Darüber hinaus übernimmt FCI Verwaltungsaufgaben wie Löschen abgelaufener Dateien und erstellt Reports, die die Verteilung von Daten anhand von Eigenschaften auf dem File Server zeigen.

Zu den Klassifikationen gehören:

  • regelbasierte automatische Klassifikation, je nach Ordner oder Inhalt der Datei;
  • manuelle Klassifikation ermöglicht es Anwendern, eine Datei mittels des Interfaces der Dateieigenschaften des Office-Dateisystems zu klassifizieren;
  • geschäftskritische Anwendungen oder Skripte lassen sich über ein API mit Eigenschaften versehen.

Inhalt des Artikels:

Was meinen Sie zu diesem Thema?

Schreiben Sie uns hier Ihre Meinung ...
(nicht registrierter User)

Kommentar abschicken

Dieser Beitrag ist urheberrechtlich geschützt. Sie wollen ihn für Ihre Zwecke verwenden? Infos finden Sie unter www.mycontentfactory.de (ID: 2043340 / Services)