RHEL 6.7 erschienen

Das siebte Update der 6´er Reihe ist da

| Autor / Redakteur: Thomas Drilling / Thomas Drilling

RHEL 6.7 ist da
RHEL 6.7 ist da (Bild: Red Hat)

Red Hat hat vor wenigen Tagen RHEL 6.7 veröffentlicht, rund neun Monate nach der letzten Überarbeitung Version 6.6. RHEL 6-7 bietet viele Verbesserungen in den Bereichen Stabilität, Sicherheit und Verwaltung.

Red Hat Enterprise Linux 6.7 erscheint rund 5 Jahre nach der Erstveröffentlichung und wird offiziell noch 2 Jahren, optional noch weitere 5 Jahre gepflegt.

RHEL 6.7 verwendet im Gegensatz zum aktuellen 7´er Zweig immer noch einen Kernel 2.6.32, der allerdings gegenüber der Version von RHEL 6.0 mittels Patches funktional stark erweitert wurde, unter anderem mit Treibern zur Unterstützung aktueller Hardware, wie etwa dem iwlwifi-Treiber, welcher jetzt Intels 7265/3165 (Stone Peak) Chips unterstützt.

Weitere Neuerungen

RHEL 6.7 unterstützt zudem jetzt LVM-Cache (Logical Volume Management)vollständig. Mit der Funktion können Nutzer SSDs als logischen Datenträger-Cache für langsamere Storage-Geräte verwenden. LVM-Cache war in der Vorgängerversion noch als Technologievorschau eingestuft. Neu sind auch Erweiterungen im Code des Identity Managements (SSSD). Noch als Technologie-Vorschau eingestuft ist der clufter-Support. Damit können Admins Cluster-Konfigurationen analysieren und migrieren. Neu in RHEL 6.7 ist auch die Unterstützung von Linux Containers, allerdings ebenfalls als Vorschau eingestuft.

Mehr Sicherheit

In puncto Sicherheit können RHEL-Anwender jetzt festlegen, dass mobile Speichergeräte nur im Lesemodus angeschlossen werden können, um Datendiebstahl von mobilen Speichermedien zu verhindern. So ist es z. B. möglich, USB-Sticks den Read-Only-Modus aufzuzwingen. Ebenfalls neu bei den Sicherheitsfunktionen ist die Security Content Automation Protocol Workbench (SCAP). Sie arbeitet nun als Security-Scanner und lässt sich jetzt auch grafisch einrichten. RHEL 6.7 bringt zudem mit lshw ein Tool Hardwareanalyse mit. Ferner können RHEL-Nutzer mit den neuen Service redhat-access-insights Probleme proaktiv erkennen und ggf. lösen, bevor sie sich auf kritische Geschäftsprozesse auswirken.

Wie üblich können Red-Hat-Kunden mit einer gültigen Subskription RHEL 6.7 ab sofort via Red Hat Network (RHN) beziehen.