Connect- und Interconnect als Ein-Port-Service

Das Datenvolumen wächst, die Bandbreite muss mithalten

| Autor / Redakteur: Alexander Frese* / Ulrike Ostler

Intenos bietet statt Wuselei im komplexen Geflecht aus Conntects und Interconnects einen ruhigen Hafen, einen Port als Service.
Intenos bietet statt Wuselei im komplexen Geflecht aus Conntects und Interconnects einen ruhigen Hafen, einen Port als Service. (Bild: gemeinfrei: Conquero/ Pixabay / CC0)

Das Datenvolumen in den Unternehmen wächst, dank Industrial IoT und Industrie 4.0. Eine strategische Reaktion darauf ist der Bezug von Kommunikations-Services aus einer Hand und über einen Port.

Unternehmen sind der größte Treiber beim Wachstum des weltweiten Datenvolumens. Der Grund ist die immer intensiver werdende Kommunikation mit Kunden und Geschäftspartnern. So bieten viele Firmen Videos über Youtube an, übertragen Konferenzen und Messeauftritte als Live-Events, nutzen Video-Konferenzen für Meetings, verkaufen Produkte über Webshops und treffen ihre Kunden in sozialen Netzwerken. Auch die Cloud sorgt für einen Anstieg des Volumens, denn Business-Anwendungen werden oft bei Anbietern im Internet betrieben.

So wächst die Menge der jährlich in der ganzen Welt erzeugten digitalen Daten weiter. Erhebungen von Statista zeigen: 2016 waren es schon mehr als 16 Zettabyte. Auch das Volumen der über Telekommunikationsnetze übertragenen Daten wächst enorm und erreichte 2016 nach Angaben der Bundesnetzagentur in Deutschland etwa 22,5 Milliarden Gigabyte.

Hinzu kommt die Übertragung von Maschinendaten bei der Industrie 4.0, dass dadurch ein wichtiger Treiber für das Datenwachstum wird. Bis 2025 soll sich das gesamte Datenaufkommen verzehnfachen und der Anteil von IoT-Daten soll nach einer Studie von Dell EMC bis 2020 auf zehn Prozent anwachsen.

Strategische Reaktion auf Datenwachstum

„Predictive Maintenance“, also die vorausschauende Wartung in der Industrie ist bei den Unternehmen als Anwendung des Industrial IoT sehr beliebt, da er rasch zu geringeren Ausfallzeiten, höherer Produktionseffizienz und sinkenden Kosten führt. Dabei überwachen Sensoren permanent den Zustand von Maschinen und Anlagen und senden die Daten via Kommunikationsnetze an eine Cloud-Anwendung.

Die Cloud übernimmt die Auswertung und weist beispielsweise auf Verschleißteile hin, die bald ausgetauscht werden müssen. Zudem lässt sich digitale Überwachung auch bei Altanlagen durch nachträglichen Einbau der entsprechenden Elektronik verwirklichen (Retrofitting).

Doch parallel zur Verbreitung dieser Technologie wird das Datenvolumen weiter steil ansteigen, denn die für diesen Zweck verbauten Sensoren übertragen ihre Daten im Sekundentakt. Dadurch entstehen in großen Anlagen enorme Datenmengen, die über Kommunikationsnetze übertragen werden müssen.

Für die Unternehmen entstehen hier neue Fragen im Rahmen von strategischen Überlegungen zur IT-Infrastruktur: Welche Netzanbindung in welcher Form ist notwendig? Da Telefonverbindungen bereits jetzt vorwiegend über das Internet-Protokoll abgewickelt werden, gehört auch die Telefonie zur Datenkommunikation - immerhin eine, wenn auch kleine Vereinfachung.

Doch ein herkömmlicher Internet-Anschluss reicht für die geschilderte digitale Fülle nicht aus. Viele Unternehmen nutzen eine Vielfalt an Provider-Verträgen, um die Anforderungen an Kommunikation und Content zu bewältigen. Ein derart hochkomplexes Geflecht aus Connections und Interconnects bei zahlreichen Anbietern ist teuer und nicht immer ausfallsicher.

Die Komplexität der Verbindungen muss sinken

Was ist also in den Unternehmen notwendig? Wichtig ist zunächst einmal, die Komplexität der Datenverbindungen zu senken. Dies kann durch die Beauftragung eines einzelnen Providers gelingen. Dies senkt nicht nur die reinen Verbindungskosten, sondern verbessert auch den Überblick über die Kostenstruktur und erleichtert das Management der einzelnen digitalen Services. Allerdings werden an den singulären Provider hohe Anforderungen gestellt. Bedingt durch die Vielfalt der unterschiedlichen Verbindungen sind die folgenden fünf Funktionen wichtig:

  • 1. IP-Access. Ein direkter Zugriff auf die Backbones verschiedener Tier-1-Carrier von Internet-Verbindungen erhöht die Bandbreite der Übertragung und senkt die Latenz bei Zugriffen auf Ressourcen im Internet.
  • 2. Ethernet Connect. Der Datenaustausch zwischen zwei Standorten mit Punkt zu Punkt oder multiplen Internet-Verbindungen sollte unkompliziert möglich sein.
  • 3. Cloud Connect. Ideal sind breitbandige Direktverbindungen zu den führenden Cloud-Services wie AWS, Azure und Google.
  • 4. Internet Exchange Connect. Ein leistungsfähiger Provider bietet darüber hinaus einen direkten Anschluss an den weltweit größten Internet-Knoten DE-CIX sowie im Idealfall auch eine Anbindung an weitere bekannte Austauschpunkte wie AMS-IX, LINX, LU-CIX oder FR-IX.
  • 5. IP-Transit. Direktverbindungen zu den großen Eyeball-Netzwerken der Kommunikationsanbieter erlauben Telefonie- und Datenverbindungen in alle Richtungen.

Letztlich läuft alles auf ein Servicebündel hinaus, bei dem Unternehmen alle Kommunikations-Services aus einer Hand beziehen und über einen einzelnen Port mit ihrer IT darauf zugreifen können. Kostenintensive und langsame Cross-Connect-Implementierungen, komplexe Prozeduren bei der Standortauswahl, teure Unterbringung in Rechenzentren in Tier-1-Städten wie Frankfurt gehören damit der Vergangenheit an.

Verbindung über einen einzigen Port

Dieser innovative Weg der Servicebereitstellung bietet den Nutzern zwei wichtige Vorteile:

  • Kosten und Zeit: Die Kosten für Ports und Cross Connects sinken, da nur ein Port oder in einer redundanten Konfiguration zwei Ports eingesetzt werden. Darüber hinaus gibt es Zeitersparnisse und eine verkürzte Time to Market, da die gebuchten Dienste schneller angeschlossen und eingesetzt werden können. Eine weitere Zeitersparnis betrifft das Incident Management, das nach dem „Alles aus einer Hand“-Prinzip ebenfalls weniger aufwendig ist. Zudem kann die Verbindung auch über die eigenen Rechenzentren eines Unternehmens geleitet werden.
  • Effizienz: Separate Verbindungen zu jedem Dienst bewirken viele Cross-Connects. Die Nutzer eines digitalen Servicebündels dagegen benötigen nur einen Zugangs-Port und eine Verbindung zur Plattform. Die Connectivity ist nach oben oder unten jederzeit skalierbar und Port-Größen bis 100 GB/s erhöhen die Belastbarkeit. Solche Ports nutzen normalerweise multiples VLAN-Tagging, um die Zuweisung verschiedener Dienste an einen physikalischen Port zu erlauben und dabei eine definierte Ende-zu-Ende-Servicequalität zu bieten.

Der Autor: Alexander Frese arbeitet bei Itenos im Berich Business Development & Marketing.
Der Autor: Alexander Frese arbeitet bei Itenos im Berich Business Development & Marketing. (Bild: Itenos)

Itenos bietet

Darüber hinaus ist Premium-Qualität ein wichtiger Faktor. Itenos bietet mit der Plattform „Data Logistix“ eine solche virtuelle Interconnect-Plattform, die Crossconnect auf ein Minimum reduziert. Über die Plattform erreichen Kunden im Netz der Deutschen Telekom 250 Millionen Geschäftspartner auf dem kürzesten Weg. Die hohe Zugangsqualität zeigt sich an den Leistungsdaten:

Der gemessene durchschnittliche Round Trip Delay (RTD) für den Zugang zu Data Logistix innerhalb der wichtigsten europäischen Wirtschaftsstandorte liegt unter 10 Millisekunden und die Port-Verfügbarkeit liegt bei 99,98 Prozent. Sie kann somit bestehende Lösungen vollständig ersetzen.

* Alexander Frese ist Referent Strategisches Marketing im Bereich Business Development und Marketing bei Itenos.

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