Citrix trimmt den XenServer für die Cloud

Das bringt der neue XenServer

24.06.2011 | Autor / Redakteur: Johann Baumeister / Rainer Graefen

Citrix bietet den XenServer in mehreren Editionen an. Die Einstiegsversion mit dem geringsten Funktionsumfang ist frei verfügbar.

Citrix erneuert seinen XenServer und trimmt ihn auf die Anforderungen für den Cloud-Einsatz. Hinzu kommt eine einfachere Verwaltung, ein Self Service Portal für die Anwender und Unterstützung für Disaster Recovery.

Der XenServer von Citrix gehört, neben VMware vSphere und Microsoft Hyper-V, zu den wichtigsten Hypervisoren. Für die Anwender von Citrix XenApp ist er die präferierte Virtualisierungslösung.

Um die Verbreitung des XenServer zu verstärken optimiert Citrix den Funktionsumfang seines Hypervisors. Durch neue und erweiterte Möglichkeiten soll der XenServer eine breitere Basis erhalten.

Integration in System Center

Die Verbesserungen zielen auf höhere Flexibilität, eine bessere Effizienz der Ressourcen und ein leichteres Management der virtuellen Strukturen. Hierzu arbeitet Citrix auch mit Microsoft eng zusammen.

Durch die Integration in den System Center Virtual Machine Manager lassen sich XenServer erstmals aus dem Kontext der Microsoft-Tools verwalten. Durch StorageLink wird die Speicheranbindung verbessert.

Dieses hilft beim Disaster Recovery und Failover von virtuellen Maschinen. Hinzu kommen die Erweiterungen die erstmals im Feature Pack vorgestellt wurden. Sie zielen auf den Einsatz in großen Enterprise-Umgebungen.

Dazu gehören unter anderem neue virtuelle Switches, Jumbo Frame-Support für höheren Netzdurchsatz, ein Self Service Portal für die Anwender und die Unterstützung für eine rollenbasierte Verwaltung. Ferner ermöglicht der XenServer die Erstellung von zeitgesteuerte Snapshots und optimiert den Wiederanlauf der Systeme.

Open vSwitch – verteilte virtuelle Switches

Open vSwitch soll die Netzwerkverwaltung vereinfachen. Durch Open vSwitch ist es nun möglich, den Status der Netzwerk-Endpunkte, z.B. einer virtuellen Maschine, Host-übergreifend zu identifizieren und zu migrieren.

Mit Open vSwitch erfolgt eine bessere Unterstützung von Multi-Server-Umgebung in virtuellen Szenarien. Dies geht über die derzeitigen Funktionen der reinen Netzwerkverwaltung des Xen-Hypervisor hinaus.

Open vSwitch ermöglicht es, innerhalb einer XenServer-Farm interne Netzwerke zu bilden, die nicht auf einen XenServer-Host begrenzt sind. Stattdessen lassen sich nun Netzwerke definieren die mehrere XenServer überstreichen.

XenServer beherrscht Jumbo Frames

Die Verwendung der Open vSwitch-Technologie bringt einen weiteren Vorteil. Der XenServer kann nun auch mit Jumbo Frames umgehen. Bei speziellen Applikationen wie beispielweise der Anbindungen des Citrix XenServers an iSCSI Storage, können Jumbo Frames sinnvoll sein, da der Protokolloverhead dadurch minimiert werden kann.

Verbessert hat Citrix auch das Management der virtuellen Strukturen. Durch ein Self-Service-Portal werden Funktionen des XenServer den Anwendern zur Verfügung gestellt. Das Portal erlaubt auch eine rollenbasierte Administration über ein einfach zu bedienendes Webinterface.

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