Happy Birthday dem IBM-Unix

Das Betriebssystem AIX gibt es jetzt ein Vierteljahrhundert

26.01.2011 | Redakteur: Ulrike Ostler

AIX ist gemessen an IT-Zeitaltern schon ein altehrwürdiges Produkt, doch laut IBM ein im Kern jung gebliebenes und vitales.

„Tu nix mit Unix“ – das ist lange vorbei, unter anderem weil es AIX gibt. Das IBM-Betriebssystem, am 21. Januar 1986 vorgestellt, startete bei Workstations und ist heute in Kombination mit den „Power-Server“-Systemen Marktführer im weltweiten Unix-Markt. Doch wie alle Unix-Derivate wird das Überleben durch das erstarkte Open-Source-Unix „Linux“ und Windows-Betriebssysteme bedroht, die die Rechenzentren erobern.

Vor 25 Jahren stellte IBM den „RT PC“ vor. Doch das eigentliche Highlight des damaligen Launch aus dem Entwicklungszentrum Austin war das Betriebssystem „IBM RT Personal Computer Advanced Interactive eXecutive“ (AIX).

Das damalige System war für Workstations gedacht und lief auf einem RISC Prozessor unter dem Codenamen „ROMP“ (Research Office Products Division Multi-Processor). Das damals neue Betriebssystem, basierte auf einem Unix-Derivat, erhielt aber von IBM signifikante Erweiterungen. Dazu gehört etwa eine Virtualisierung, die ermöglicht, dass viele Instanzen auf einer einzigen Maschine laufen sowie eine Unterstützung für hochauflösende Bildschirme und ein einfaches User-Interface.

Seither wurde AIX immer wieder auf die Anforderungen des Marktes angepasst. Die signifikantesten Schritte waren nach IBM-Angaben bisher:

  • 1990: AIX V3 auf der RS/6000, der ersten Server-System-Familie von IBM mit Power-Prozessor
  • 1994: AIX V4 mit Unterstützung für ein symmetrisches Multiprozessor-System
  • 2001: AIX 5L, das eine logische Partitionierung für die Virtualisierung auf Power 4 geboten hat
  • 2007: AIX 6 bot Workload-Partitionierungen
  • 2010: AIX 7 wurde für erweiterte Cluster-Unterstützung geöffnet

AIX hat sich nicht unabhängig von seinen Hardware-Plattformen entwickelt. Diese waren zunächst Single-Prozessor-Systeme mit 5.9 Megahertz. Die aktuelle Grundlage ist ein Power 795-System mit 256 „Power7“-Cores und 4.25 Gigahertz.

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