MVS Solutions ist die vierte Firmenübernahme in zwölf Monaten

Compuware auf Shopping-Tour

| Autor / Redakteur: Ludger Schmitz / Ulrike Ostler

(Bild: Ben Schumi, Wikimedia / CC BY 2.0)

Eine „Mainframe-Renaissance“ möchte Compuware einleiten - und dabei eine Spitzenposition einnehmen. Dafür übernimmt die Firma ein weiteres Unternehmen, diesmal eins, das für automatisches Batch Processing bekannt ist.

Mainframes sind gewiss nicht tot, aber wichtige Entwicklungen in der IT könnten an ihnen vorbeiziehen. Während kürzlich eine Anwenderumfrage von BMC ein recht optimistisches Bild ergab, hatte eine von Compuware beauftragte Forrester-Studie die Finger in offene Wunden gelegt. Agilität der Softwareentwicklung, DevOps und der Mangel an Fachpersonal für die Mainframe-Administration sind dort benannte Schwachstellen. Auf deren Behebung zielt entsprechend die Business-Strategie von Compuware, das auf eine „Mainframe-Renaissance“ hofft.

ThruPut Manager passt zu Strobe

Zu dieser Ausrichtung gehören auch Firmenübernahmen. Vier Unternehmen hat Compuware in den letzten zwölf Monaten gekauft: im Jahr 2016 ISPW (Sourcecode Management), Itegration (Migration) und Standardware (IMS-Virtualisierung). Anfang Januar 2017 ist jetzt MVS Solutions hinzugekommen. Der Käufer interessiert sich vor allem für deren „ThruPut Manager“, der sich gut mit dem Compuware-Produkt „Strobe“, einer Lösung für das Performance-Management, verbinden lasse.

Diese Lösung dient der Automatisierung von Batch-Jobs. Sie ist vor allem darauf angelegt, diese Verarbeitungsprozesse so einfach zu gestalten, dass auch weniger erfahrenes IT-Personal sie durchführen kann. Dabei lassen sich Prioritäten nach Business-Regeln und -Zielen einrichten. Zugleich sichert die Lösung, dass alle für die Jobs notwendigen Ressource zur Verfügung stehen und es keine Kollisionen mit anderen Jobs gibt. Schließlich soll sie die IBM-Lizenzgebühren (MLC) senken, indem sie „Processing Peaks“ verhindert.

Die Hauptarbeit machen Angelernte

Nach Angaben von Compuware macht die Batch-Verarbeitung bis zu 50 Prozent der Workloads auf Mainframes aus. Hier besteht also grundsätzlich ein großes Potenzial für Mainframe-Anwender, ihre Kosten zu reduzieren. Außerdem ist Batch-Verarbeitung ein Arbeitsbereich, für den Unternehmen immer häufiger angelerntes Personal einsetzen, weil es an Mainframe-Spezialisten fehlt. Das erfordert Automatisierung und Vereinfachung der Verfahren.

* Ludger Schmitz ist freiberuflicher Journalist in Kelheim.

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