Schnelles Docker-Extension-Prototyping

ClusterHQ kündigt Powerstrip an

| Autor / Redakteur: Thomas Drilling / Thomas Drilling

Powerstrip hilf beim Prototypbau von Docker-Extensions
Powerstrip hilf beim Prototypbau von Docker-Extensions (www.clusterhq.com)

Das Unternehmen ClusterHQ hat ein neues Open-Source-Projekt Powerstrip angekündigt, dass Docker-Entwickler beim Prototyp-Bau von Docker-Erweiterungen unterstützt

Das Unternehmen Powerstrip hat sich vor allem mit seinem Datenträger- und Container-Managementsystem für Docker Flocker einen Namen gemacht.
 
Powerstrip ist als konfigurierbarer HTTP Proxy für das Docker API realisiert und erlaubt es Entwicklern, (auch mehrere) Prototypen von Docker-Extensions simultan in den gleichen Docker-Daemon einzuklinken. Oder anders ausgedrückt: Mit Powerstrip lässt sich Docker mit Hilfe von Webhooks relativ schnell so anpassen, dass Docker-Aufrufe und API-Requests abgefangen werden. 

Nutzer könnten dank Powerstrip beispielsweise einen Storage Adapter wie Flocker problemlos neben einem Networking Adapter wie Weave einsetzen, da sie sich quasi nahtlos hinter Dockers CLI und API kombinieren lassen und Entwicklern von Extensions ein individuelles Orchestration Framework  an die Hand geben.

Von Entwicklern gewünscht

Entscheidend sei für die Community, so ClusterHQ-CTO Solomon Hykes, dass Powerstrip ein  schnelles Experimentieren mit Docker-Extension-Prototypen erlaubt; „In der Docker-Entwicklergemeinschaft besteht ein großes Bedürfnis, Docker anpassen und erweitern zu können, ohne in Dockers Standard-API einzugreifen. Powerstrip erlaubt ein schnelleres  Experimentieren mit neuen Erweiterungen, ohne Docker selbst jedes mal patchen oder neu bauen zu müssen.“

Schneller Einstieg ohne Änderungen am Docker-API

Dies sei laut Hykes nicht nur wesentlich sicherer, sondern auch schneller, ein Must Have für alle Entwickler, die an Anpassungen und Hacks für Docker arbeiteten. In der Absicht, mit Powerstrip vor allem ein schnelles Bauen von Docker-Erweiterungen zu ermöglichen stand dabei die Überlegung im Vordergrund, welche Integratrionspunkte nötig seien, um solche Prototypen in echte Docker-Erweiterungen zu überführen. Powerstrip erlaube das Bauen von Docker-Erweiterungen durch Implementierung von durch Docker-API-Aufrufe getriggerten Webhooks.

BU: Mehrere Powerstrip-Adapter  können dirch bklockierende Pre- und Post-Hooks auf  Docker API-Requests injiziert werden

Bald auch in Go

Powerstrip ist momentan noch in Python unter Zuhilfenahme von Twisted, geschrieben, soll aber zeitnah nach Go portiert werden, denn auch Docker selbst ist in Go geschrieben. Eine Go-Variante würde auch weniger Speicher benötigen. Die Powerstrip-Adapter selbst lassen sich in nahezu jeder Sprache schreiben.

Der Quellcode von  Powerstrip ist derzeit  auf https://github.com/ClusterHQ/powerstrip  gehostet und unter der Apache License 2.0 lizenziert. Weitere Informationen finden sich auf der Projektseite und in der zugehörigen Ankündigung.

ClusterHQ weist nachdrücklich darauf hin, dass Powerstrip als Tool zum Experimentieren mit Prototypen von Docker-Erweiterungen auf Feedback angewiesen ist.