Red Hat aktualisiert OpenStack-Platform und CloudForms

CloudForms 3.1 für September angekündigt

| Autor / Redakteur: Thomas Drilling / Thomas Drilling

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Red Hat im Laufe dieser Woche Aktualisierungen seines CloudPortfolios veröffentlicht. Neben einer Aktualisierung von Red Hats OpenStack-Distribution OpenStack Platform, die seit Juli in Version 5 vorliegt, hat das Unternehmen jetzt eine neue Version 3.1 seiner Cloud-Management-Suite CloudForms angekündigt.

Bei der Gelegenheit verlängerte Red Hat die Unterstützung für OpenStack Platform 5 von zwei auf drei Jahre und plant, die Unterstützung mit der künftigen Stabilisierung der Plattform noch weiter auszubauen.

CloudForms 3.1

Die aus der im Jahr 2012 erfolgten Akquisition des Cloud-Management-Spezialisten MangeIQ hervorgegangene Software steht seit Mai diesen Jahres unter einer OpenSource-Lizenz zur Verfügung. Die neue Version 3.1 integriert erstmals viele der Technologien der ehemaligen EVM-Suite von ManagedIQ, die allesamt ein komfortables und plattformunabhängiges Verwalten privater, öffentliche und hybride Clouds ermöglichen. CloudForms 3.1 stellt Anwendern erweiterte Verwaltungswerkzeuge für die IaaS-Cloud-Lösungen und Virtualisierungs-Plattformen OpenStack, AWS, VMware vSphere, Red Hat Enterprise Virtualization (RHEV) zur Verfügung und unterstützt in der neuen Version erstmals auch mit Microsofts System Center Virtual Machine Manager realisierte private Clouds. Mit Hilfe verschiedener REST-APIs erleichtert CloudForms zudem die Integration weiterer Management-Werkzeuge, einschließlich Service-Provisioning-Automatisierung, Konfiguration und Statusinformationen.

OpenStack-Support

Mit der Veröffentlichung von CloudForms 3.1 bekräftigt Red Hat auch seinen führenden Anspruch als OpenStack-Anbieter. Die Verbesserungen beim OpenStack-Support umfassen eine agentenlose Ermittlung und Analyse von OpenStack Image Service (Glance) Images, die Bestandsaufnahme und das Reporting für OpenStack Block Storage (Cinder) und OpenStack Object Store (Swift) und die Integration mit OpenStack Identity (Keystone) für Service Discovery. Verbesserungen gibt es zudem bei der Mandantenfähigkeit und beim Event- und Alarmierungs-Handling. Ferner glänzt der OpenStack-Support in CloudForms 3.1 mit Verbesserungen bei der RabbitMQ- und QPID-Unterstützung und unterstützt bei der Erfassung zusätzlicher Performance-Metriken des OpenStack Telemetry (Ceilometer). Ferner gibt es verbesserten Support für Configuration Drifts, Tracking-Analysen, sowie Policy und Governance.

RHEV- und VMware-Support

Darüber hinaus bietet CloudForms 3.1 zahlreiche Verbesserungen für die Unterstützung von Red Hat Enterprise Virtualization, etwa beim Provisioning oder beim Support für cloud-init für das Setup und die Konfiguration von Gastsystemen. Da Administratoren häufig Konfigurationen an virtuellen Instanzen nach dem Boot-Prozess vornehmen müssen, erlaubt der Cloud-init-Support Administratoren ein automatisches Installieren von Paketen, das Starten von Services oder das Verwalten der Konfiguration von Instanzen nach dem Booten, bevor der Anwender darauf zugreift. CloudForms 3.1 bietet auch zahlreiche Verbesserungen für den Support für VMware vSphere, etwa bei der Performance, der Sicherheit und beim Netzwerkzugriff auf Konfigurationsinformationen.

Sonstige Neuerungen von CloudForms 3.1

Neben den Updates für OpenStack und den Verbesserungen für unterstützten Cloud-Plattformen bietet CloudForms 3.1 viele weitere Neuerungen. So hat Red Hat beispielsweise die Benutzerfreundlichkeit durch einen verbesserten Servicekatalog, einen vereinfachten Provisioning-Dialog, weitere Import- und Export-Funktionen für Dashboard-Widgets und -Dialoge und eine Reihe von weiterentwickelten UI Wizards verbessert, was die Umsetzung von Automatisierungs-Workflows beschleunigen soll. Ferner ermöglicht eine verbesserte Automatisierung Nutzern von CloudForms 3.1 ein einfacheres Durchführen von Workflows, Domain-Automatisierungssequenzen und Prioritäten-Steuerungen. Außerdem ist mit CloudForms 3.1 ein Versions- und Namespace-Management für die Änderungssteuerung verfügbar, um ManageIQ Community Content und Plugins nutzen zu können.

Interoperabilität mit weiteren Red-Hat-Produkten

Zusätzliche Erweiterungen von CloudForms 3.1 erleichtern die Verknüpfung der Management-Funktionalitäten mit weiteren Cloud-Produkten von Red Hat: so bietet z.B eine auf SELinux basierende Virtual Appliance eine erhöhte Sicherheit und unterstützt Single-Sign-On via Red Hat Identity Management. Die neue Interoperabilität mit  Brokern und -Nodes der PaaS-Plattform OpenShift erlauben es OpenShift-Services leicht in den CloudForms-Servicekatalogen anzuzeigen.

Red Hat Cloud Infrastructure

Red Hat bietet CloudForms 3.1auch als Teil der Red Hat Cloud Infrastructure an. Red Hats umfassende Lösung unterstützt Unternehmen bei der Migration von der traditionellen Datacenter-Virtualisierung hin zu OpenStack-Clouds. Red Hat Cloud Infrastructure kombiniert Red Hat CloudForms, Red Hat Enterprise Virtualization und Red Hat Enterprise Linux OpenStack Platform.