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Cloud made in Germany – ermuntert zum Einstieg

28.02.2011 | Autor / Redakteur: Andreas Beuthner / Ulrike Ostler

Cloud made in D.: nah und ohne Fallstricke. Bild: fish777/Pixeliio

Die Fachwelt ist gespalten: Die Verlagerung von Rechenleistungen und Applikationen in eine Cloud birgt Risiken hinsichtlich der Datensicherheit und Compliance. Andererseits zeigen verschiedene Delivery-Modelle, dass Cloud-Dienste in einer definierten und messbaren Qualität aus Kosten- und Performancegründen zu Wettbewerbsvorteilen führt. Clouds aus Deutschland sind vielleicht die Lösung. Hier ein Überblick.

Auf der Wunschliste vieler IT-Planer steht Cloud Computing an oberster Stelle, aber mit Fragezeichen. Eine interne Untersuchung der IT-Abteilung des Automotive-Konzerns Continental beispielsweise sieht bei einer Private Cloud für einzelne Infrastruktur- und Softwareservices einen hohen Grad der Kontrollierbarkeit als gegeben, wohingegen im direkten Kosten-Nutzen-Vergleich die Public Cloud wesentlich besser abschneidet.

Als Schlussfolgerung ergibt sich daraus ein hybrider Ansatz, der lokale Server-Ressourcen mit öffentlichen Cloud-Angeboten eines vertrauenswürdigen Providers kombiniert. Trotzdem sind damit nicht alle Hürden beseitigt. Vor der Entscheidung für Cloud-Instanzen sollten Anwender ihre geschäftskritischen Anwendungen einer genauen Evaluierung unterziehen.

Unternehmen, die bereits die Standardisierung ihrer Geschäftsprozesse weit vorangetrieben haben und ihre IT-Ressourcen nicht durch weiteren Zukauf von Hard- und Software ausbauen wollen, gehören zu den aussichtsreichsten Cloud-Einsteigern. Um das Cloud-Angebot am deutschen Markt voranzutreiben, sind im vergangenen Jahr einige Initiativen an den Start gegangen.

Nationale Initiativen

Das Bundeswirtschaftsministerium hat sich mit dem Branchenverband Bitkom zusammengetan, um mit einem Aktionsprogramm die Umsetzung von Cloud-Projekten zu forcieren. Die Telekom-Tochter T-Systems will zusammen mit SAP, GFT und der Software AG eine bundesweite Cloud-Infrastruktur aufbauen. Zuvor hat bereits der europäische Verband Eurocloud zusammen mit dem Verband der Internetwirtschaft in Deutschland Eco eine deutsche Dependance in Köln eröffnet.

Grundlegende Überlegungen für den Einstieg betreffen den Funktionsumfang, der über eine Cloud bezogen werden soll, die Sicherheit der Daten und Applikationen sowie der rechtliche Status von Provider-Verträgen. In jedem Fall sind bei den Infrastruktur-Services (IaaS) wie Rechenleistung und Storage, der Entwicklungsumgebung (Platform-as-a Sevice, PaaS) und Softwarediensten (Software-as-a-Service, SaaS) bis zum externen Betrieb von Geschäftsprozessen (Business-Process-as-a-Service, BPaaS) die Netzwerkanbindung mit den richtigen Service-Level-Agreements (SLA) entscheidende Vertragspunkte.

Große Unsicherheiten herrschen bis dato bei der Anbietersuche. Bernd Becker, Vorstandssprecher des Eurocloud Deutschland Eco, sieht das Dilemma in den nach wie vor unklaren Sicherheitsstandards, die bei weltweit agierenden Providern je nach Standort der Rechenzentren divergieren. „Die Frage, wie Verträge im Cloud Coumputing rechtssicher und datenschutzkonform gestaltet werden müssen, stellt Anbieter und Anwender immer wieder vor große Herausforderungen“, so Becker.

weiter mit: (Verwirrender) Angebotszuwachs

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