Vor dem Schritt in die Cloud müssen die Anwenderrollen klar definiert sein

Client-Virtualisierung lohnt sich – aber nicht immer

11.05.2011 | Autor / Redakteur: Gerd Wörn / Ulrike Ostler

Virtualisierung gilt als eine Etappe auf dem Weg zur Cloud, Mobilität als Treiber für die Client-Virtualisierung. Bilder: Xoom - Motorola, Ballon - anavanz/Pixelio

Die IT-Fachwelt sieht Virtualisierung gerne als Eier legende Wollmilchsau. Doch wie sieht die Realität aus? Führt die Technologie wirklich immer zu den gewünschten Vorteilen und oft prognostizierten Kosteneinsparungen?

Fast zwei Drittel von 235 deutschen Unternehmen mit über 100 Mitarbeitern nutzen heute virtualisierte Server, besagt die aktuelle Studie der International Data Corporation (IDC) „Virtualized Client Computing in Deutschland 2011“. Auch Speicherkapazitäten bezieht ein Großteil übers Netz.

Anders sieht es aber noch beim Client aus. Damit sind neben dem Desktop-Rechner am Arbeitsplatz auch alle anderen für das produktive Arbeiten eingesetzten Geräte gemeint.

Thin Clients kommen dick ins Geschäft

Hier liegt noch großes Wachstumspotenzial brach. 60 Prozent der befragten Unternehmen glauben, dass der Client in den nächsten Jahren ebenfalls zunehmend virtualisiert wird.

Neben der Virtualisierung voll ausgerüsteter Desktop-PCs und Notebooks (Rich Clients) denken sie dabei vor allem an Thin Clients. Auf diesen „schlanken“ Rechnern befinden sich selbst keinerlei Anwendungen und Daten. Sie beziehen diese inklusive der Arbeitsoberfläche als graphisches Abbild über sichere Netzverbindungen.

Laut IDC nutzen 45 Prozent der befragten Unternehmen heute bereits Thin Clients, 27 Prozent planen ihren Einsatz. 29 Prozent wollen darüber hinaus mobile Thin Clients nutzen und 28 Prozent Smartphones. Virtualisierung bietet die nötige Flexibilität für den Einsatz verschiedenster Endgeräte, bis hin zum iPad.

Virtualisierung und Mobilität

Das kommt dem Trend entgegen, dass immer mehr Mitarbeiter unterwegs oder zuhause arbeitsfähig sein müssen und immer weniger Stunden am Schreibtisch im Büro verbringen. Daten und Anwendungen stehen ihnen im Idealfall immer und überall zur Verfügung. Parallel dazu können sie ihre eigenen Endgeräte sicher einsetzen und so Beruf und Privatleben bestmöglich in Einklang bringen.

Und noch eine Reihe weiterer Vorteile begründet der Befragung zufolge das Interesse an virtualisierten Clients: Sie lassen sich im Notfall relativ einfach wieder lauffähig machen, der Administrationsaufwand ist geringer als bei voll ausgerüsteten Rechner und Anpassungen an aktuelle Geschäftsanforderungen lassen sich schneller umsetzen.

weiter mit: Einfache Verwaltung – auch im Fehlerfall

Was meinen Sie zu diesem Thema?
Es ist natürlich richtig, dass es unterschiedliche Virtualisierungstechnologien gibt. In der...  lesen
posted am 07.06.2011 um 13:43 von Expertenbrief

Vielleicht sollte man hier einmal deutlich abgrenzen was der Unterschied zwischen virtuellen...  lesen
posted am 17.05.2011 um 14:07 von stfoehl


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