IDC‐Studie: IT und Business setzen auf Virtualisierung

Client -Virtualisierung in Deutschland weiter auf Wachstumskurs

| Redakteur: Ulrich Roderer

Nach mehreren Fehlstarts schein sich die Desktopvirtualisierung nach einer neuen Studie von IDC in deutschen Unternehmen doch noch zu etablieren.
Nach mehreren Fehlstarts schein sich die Desktopvirtualisierung nach einer neuen Studie von IDC in deutschen Unternehmen doch noch zu etablieren. (Quelle: IDC)

Trotz vieler gescheiterter Anläufe setzt sich Virtualized Desktop und Client Computing (VCC) nach IDC in Deutschland durch. VCC ist im Anwenderumfeld angekommen und nimmt weiter an Fahrt auf. Sieht die IT die Vorteile vor allem in der Gewährleistung von IT‐Sicherheit und in der Kosteneinsparung, bewerten die Fachabteilungen primär die gesteigerte Mobilität und die damit verbundene Flexibilisierung der Mitarbeiter als Hauptmotivation für den Einsatz von VCC.

Bring‐your‐own‐Device (BYOD) hingegen wird laut der jüngsten IDC‐Studie "Virtualized Client und Desktop Computing (VCC) in Deutschland 2013" auch in Zukunft eine untergeordnete Rolle für die Client‐Virtualisierungsstrategie von Firmen und Organisationen spielen.

Für die Studie „Virtualized Desktop and Client Computing (VCC) in Deutschland 2013“ hat das Marktforschungsunternehmen IDC) im Januar 2013 250 deutsche Unternehmen mit mehr als 100 Mitarbeitern befragt; Auskunft gaben 149 IT‐ und 101 Fachbereichsverantwortliche. Im Fokus der Studie stand die Frage, welchen Einfluss die Aspekte Mobility, Bring‐your‐own‐Device (BYOD) und IT‐Sicherheit auf die aktuelle oder geplante Nutzung von Client-Virtualisierung haben.

Unter Client Virtualisierung versteht IDC alle Technologien, die zur Virtualisierung auf Seiten der Endanwender zum Einsatz kommen: Desktop‐Virtualisierung, Applikationsvirtualisierung, Virtual User Session und User Virtualisierung.

75 Prozent der Unternehmen nutzen virtuelle Arbeitsplätze

Insgesamt sind virtuelle Arbeitsplätze in drei Viertel der befragten Unternehmen entweder im Einsatz (27 Prozent), werden gerade implementiert (20 Prozent) oder die Einführung wird geplant (27 Prozent). Das häufigste Bereitstellungmodell ist hierbei die Desktop‐Virtualisierung (58 Prozent). Ebenfalls beliebt ist die Applikationsvirtualisierung (55 Prozent), bei der dem User Anwendungen losgelöst vom darunterliegenden Betriebssystem bereitgestellt werden.

Mehr Sicherheit, weniger Aufwand

Die IT‐Entscheider wurden gebeten, die Antriebsfaktoren für die Nutzung von VCC auf einer Skala von eins bis fünf (1=sehr wichtig bis 5=unwichtig) nach ihrer Wichtigkeit zu bewerten. Die Verbesserung der IT‐Sicherheit (Wert 2,0) und eine vereinfachte Disaster Recovery (Wert 2,1) wurden als die wichtigsten Motive genannt. Wenig überraschend, denn mit Hilfe von der Client‐Virtualisierung kann die IT‐Abteilung Sicherheitsmaßnahmen zentral steuern. Gleichzeitig führt dieser Ansatz zu geringeren Kosten für Betrieb und Management, was mit einer Wichtigkeit von 2,2 bewertet wurde. Ebenfalls gespart werden kann bei den klassischen Endgeräten, den Desktops und Notebooks. Hier wird es als wichtig eingeordnet, dass sich die Anschaffungskosten (Wert 2,2) reduzieren, da Client‐Virtualisierung auf Endgeräteseite keine hohe und damit teure Performance benötigt.

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