Inktank veröffentlicht Version 0.8 seines Cluster-Dateisystems

Ceph 0.8 ist da

| Redakteur: Thomas Drilling

Drillings Open-Source-Eck
Drillings Open-Source-Eck (Bild: Thomas Drilling)

Inktank, die Firma hinter dem verteilten Cluster-Dateisystem hat eine neue Version 0.8 von Ceph veröffentlicht, bei der die Entwickler unter anderem die Ausfallsicherheit verbessert haben wollen.

Der Ceph-Hersteller Inktank war erst vor wenigen Tagen von Red Hat übernommen worden. Ceph ist in der Lage, sämtliche Speicherressourcen eines Rechner-Clusters wahlweise als Object-Storage, Block-Storage oder gewöhnlichen File-Storage (Dateisystem) verfügbar zu machen.

Die neue von den Entwicklern als stabil klassifizierte Version 0.8 mit dem Codenamen Firefly soll unter anderem Basis für ein künftiges Long-Time-Relase sein. Aktuell wollen die Entwickler Ceph 0.8 für mindestens ein Jahr mit Updates versorgen.

Aus einen breiten Palette neuer Funktionen sind neben zahlreichen Fehlerkorrekturen vor allem die Unterstützung für erasure coding und cache tiering erwähnenswert. Letzteres meint einen über mehrere Ebenen gestaffelten Caching-Mechanismus. So können Cache-Pools beispielsweise die zuletzt genutzten Daten auf schnellen SSDs vorhalten, während ältere Daten auf Festplatten wandern. Ferner haben die Entwickler weitere Fehlerkorrekturverfahren implementiert, die Datenredundanz sicher stellen und damit die Datenintegrität bei einem Ausfall einzelner Datenspeicher gewährleisten. Noch als experimentell ist ein neues Key/Value-OSD-Backend eingestuft. Das neue Storage-Backend legt Daten in einer Key-Value-Datenbank wie zum Beispiel leveldb ab, was bei von Key/Value-Operationen dominierten Workloads wie radosgw bucket indices für eine bessere Performance sorgt. Ebenfalls noch experimentell eingestuft ist, dass das REST-Gateway des RADOS-Object-Stores jetzt keinen Webserver mehr benötigt.

Die kommende  Ceph-Version mit dem Codename Giant verspricht unter anderem Verbesserungen am CephFS und soll weitere alternative Storage-Backends, sowie RDMA-Support mitbringen.

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