IDC-Studie Managing Mobile Enterprises in Deutschland 2012

BYOD ist in Deutschland etabliert, Rückgang erwartet

| Redakteur: Ulrich Roderer

Mobilität für Anwender gehört zu den strategischen Aufgaben für Unternehmen.
Mobilität für Anwender gehört zu den strategischen Aufgaben für Unternehmen.

Optimierte Produktivität stellt vielfältige Anforderungen an Mobilität, während IT-Entscheider noch mit der Sicherheit mobiler Lösungen hadern. Der Einsatz von Management-Lösungen adressiert die Bedürfnisse beider Gruppen und verringert damit den Bedarf nach BYOD.

Dies ist das Fazit der IDC-Studie „Managing Mobile Enterprises – Unternehmen im Spannungsfeld von Mobilität, Collaboration und Consumerization (BYOD) in Deutschland 2012“. Unternehmen gehen Mobility aktiv an. Durchschnittlich 54 Prozent der Belegschaft in den befragten Unternehmen arbeiten zumindest hin und wieder mobil. Um die Anforderungen nach hoher Flexibilität, Schnelligkeit und einer optimalen Ressourcenausnutzung zu erfüllen, sind diese Mitarbeiter deshalb häufig zusätzlich zu ihrer stationären Infrastruktur auf mobile Lösungen angewiesen.

40 Prozent der Firmen haben bereits eine Mobility-Strategie implementiert, um ihre mobilen Mitarbeiter besser bei ihren Aufgaben zu unterstützen. Jeweils ein Viertel plant entweder eine Implementierung innerhalb der nächsten sechs oder der nächsten 12 Monate. So bleiben nur 9 Prozent, die das Thema erst in 12 bis 24 Monaten adressieren wollen. Wie wichtig Enterprise Mobility ist, zeigt sich auch an der Tatsache, dass keines der Unternehmen in diesem Bereich noch keine Pläne hat.

Anforderungen an Mobilität

Angeführt wird die Liste der Anforderungen der Fachabteilungen an ein „Mobile Enterprise“ mit dem mobilen Zugriff auf Unternehmensdaten und -applikationen, unabhängig von Zeit, Aufenthaltsort und Gerätetyp (50 Prozent), der Vereinfachung von Geschäftsprozessen (49 Prozent) und der Unterstützung der Mitarbeiter im Tagesgeschäft (46 Prozent). Alle drei Punkte zielen darauf ab, die Arbeitsabläufe mobiler Mitarbeiter zu vereinfachen, damit sie auch unterwegs produktiv ihre Aufgaben erledigen können.

BYOD eher ein Mittel zum Zweck

Des Weiteren wurden die Business-Entscheider gebeten, anzugeben, welche Gerätetypen sie unter anderem privat mitbringen und nutzen wollen. Wie sich zeigt, werden in den verschiedenen Geräteklassen durchschnittlich aktuell 24 Prozent der Geräte privat von den Anwendern mitgebracht und genutzt; für die nächsten 24 Monate erwarten die Befragten einen Rückgang auf 20 Prozent. Ist BYOD also doch nur ein kurzer Hype und erledigt sich eventuell mittelfristig von selbst? Wie die Befragung zeigt, adressieren die Unternehmen Enterprise Mobility inzwischen verstärkt. Sobald die IT-Abteilungen dementsprechend auch die benötigte Infrastruktur bereitstellen, die Bedürfnisse der Anwender einbeziehen und ihnen zudem mehr Mitspracherecht gewähren, sehen die Mitarbeiter demnach für die Zukunft einen geringeren Bedarf, ihre eigenen Geräte mitzubringen und für Unternehmenszwecke einzusetzen, als das aktuell der Fall ist. Mobile Applikationen – Bürokommunikation und Internetzugriff gelten als selbstverständlich Auf den mobilen Endgeräten ist derzeit in 92 Prozent der befragten Unternehmen Webseiten- Zugriff möglich oder in Planung. Mit 94 Prozent gilt dasselbe auch für Anwendungen zur Bürokommunikation, wie etwa der Zugriff auf E-Mail, Kalender und Adressbuch. Diese Applikationen sind bereits seit einigen Jahren auf den meisten Smartphones verfügbar und stellen heute für viele Mitarbeiter eine Selbstverständlichkeit dar, um dem Anspruch von Unternehmen, Kunden und Partnern nach ständiger Erreichbarkeit gerecht zu werden. Damit ist das Potenzial von Smartphones, Tablet-PCs und ähnlichen mobilen Geräten jedoch noch lange nicht ausgeschöpft. Mittlerweile können in 58 Prozent der Unternehmen die Mitarbeiter bereits mobil auf Business-Applikationen zugreifen und sparen sich damit unter Umständen viel Nachbearbeitungszeit am stationären PC. Weitere 30 Prozent der Befragten planen dies für die nächsten 24 Monate und rund 40 Prozent unterstützen darüber hinaus weitere spezielle Unternehmens-Anwendungen.

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