Große Datenmengen, große Chancen für eine ganz neue(?) Spezies

Big Data schafft Tausende neuer Jobs für Spezialisten: Data Scientists

| Autor / Redakteur: Gerald Fahner / Ulrike Ostler

Gute Data Scientists sind in der Lage, aus den Datenbeständen neue Erkenntnisse zu ziehen und dabei valide und mathematisch-statistisch fundierte Ergebnisse zu liefern.
Gute Data Scientists sind in der Lage, aus den Datenbeständen neue Erkenntnisse zu ziehen und dabei valide und mathematisch-statistisch fundierte Ergebnisse zu liefern. (Bild: FICO)

Big Data ist der vielleicht größte Trend im Geschäftsleben, und er betrifft beinahe alle Industriezweige. War die Auswertung großer Datenmengen in der Vergangenheit nur in bestimmten Branchen üblich, hat sich dieses Phänomen mittlerweile in allen Sektoren, von der Finanzbranche bis hin zum Handel, flächendeckend durchgesetzt. Genau genommen wird vielerorts jedoch unter dem Motto „Man müsste mal…“ diskutiert.

Denn wirklich etwas anfangen mit den immensen Datenmengen können tatsächlich wohl nur wenige. Dafür gibt es eine Reihe von Gründen: Ein Teil der Unternehmen ist bereits mit „Small Data“ überfordert, weil die Datenqualität nicht stimmt oder es an der Technik für eine entsprechende Auswertung dieser Datenbestände fehlt – oder manchmal auch beides.

Teils ist das Problem aber ein ganz anderes: Es fehlt an qualifizierten Mitarbeitern, die große Datenmengen nicht nur verwalten, sondern auch tatsächlich wertschöpfend für das Unternehmen auswerten und aufbereiten können. Der Dreischritt „Von Daten zu Modellen zu verbesserten Geschäftsent-scheidungen“ ist durch die schiere Masse und ihre Struktur schwieriger geworden.

Big Data unterscheidet sich von einem normalen gesteigerten Datenvolumen neben der Menge vor allem durch die Geschwindigkeit („Real Time“) und ihre Vielfältigkeit – strukturierte und unstrukturierte Daten, wie sich etwa aus Foren und sozialen Medien ergeben.

Händeringend gesucht: Datenjongleure

Parallel zu dieser Entwicklung ist eine Spezies von Experten in den Fokus vieler Personalchefs und der öffentlichen Diskussion gerückt, die in diese Lücke hineinstoßen. Data Scientists – sie werden händeringend in vielen Unternehmen gesucht. Das Jobportal „indeed.com“ hat von Mitte 2011 bis Mitte 2012 bei Stellenanzeigen für Data Scientists einen Zuwachs um 15.000 Prozent beobachtet.

McKinsey prognostiziert, dass im Jahr 2018 50 bis 60 Prozent der offenen Stellen nicht besetzt werden können. Ähnlich sieht man die Entwicklung auch bei Gartner: Das Analystenhaus geht davon aus, dass etwa nur jede dritte mit Big Data in Verbindung stehende Stelle bis 2015 besetzt sein wird.

Data Scientist ist der „sexiest job of the 21st century“, wie es das Magazin Harvard Business Review kürzlich prägnant formuliert hat. Aber was genau macht diesen Job so interessant – und vor allem: Was macht einen guten Data Scienstist aus?

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