Was die Kunden an VMware-Tools mögen, worauf sie verzichten und was vermissen

Betatester berichten über ihre Erfahrungen mit vSphere 5

08.08.2011 | Autor / Redakteur: Johann Baumeister / Ulrike Ostler

Das Bayerische Landesamt für Statistik und Datenverarbeitung gehört zu den Betatestern von vSphere 5. Das Foto zeigt den Richard-Strauss-Brunnen in der Münchner Kaufingerstraße vor einem der Verwaltungsgebäude des Amts. Bild: Wikipedia

Vor wenigen Wochen kündigte VMware die Neuauflage seiner Virtualisierungs-Tools „vSphere“, „vCloud Director“, „vCenter“ und „vShield“ an. Im Herbst sollen sie erhältlich sein. Doch DataCenter-Insider befragt Unternehmen, die bereits Erfahrungen damit gesammelt, haben nach ihren Einschätzungen. Hier der Bericht der Betatester:

Im dritten Quartal will VMware neue Releases für den Großteil seiner Virtualisierungs-Tools auf den Markt bringen. Dies betrifft die folgenden Bausteine aus der VMware-Suite:

- vSphere und den Hypervisor ESX beziehungsweise ESXi

- Das Verwaltungs-Tool des vCenter

- Die Recovery-Software vCenter SRM

- Die Sicherheitssammlung vShields

- Das Cloud Management-Tool vCloud Director (siehe auch: VMware feiert sich und den größten Produkt-Launch seiner Geschichte )

Die Stoßrichtung für VMware liegt damit in einer besseren Unterstützung für Cloud-Szenarien. Der Virtualisierungsspezialist will damit seine gesamte Suite in Richtung Cloud trimmen. Parallel dazu ändert sich auch das Lizenzmodell (siehe: Neues VMware-Lizenzmodell setzt dem virtuellen RAM Grenzen).

Doch einige Unternehmen, auch in Deutschland, haben die neuen Tools bereits im Einsatz und testen deren Praxistauglichkeit. Andreas Baller, Senior Systems Engineer von der Unicredit Group sieht beispielsweise vSphere 5 „als ein umfassendes und effizientes Toolset zum Aufbau von Cloud Infrastrukturen für geschäftskritische Anwendungen“.

Bayerisches Landesamt testet vSphere 5

Viele Erfahrungen sammelte auch das Bayerische Landesamtes für Statistik und Datenverarbeitung. Die Behörde unterhält einen großen Park an VMware-Systemen: 120 VMware Hosts sind Träger von 1200 virtuellen Maschinen (Circa-Angaben).

Bei den Hosts setzt das Amt ausnahmslos auf den ESXi Version 4.x von VMware. Die Hosts sind in circa 30 Cluster gruppiert und zu 20 vSphere Data Centern zusammengefasst. Hinzu kommen 512 Netzwerke und ein Speichervolumen von 220 Terabyte.

Die Verwaltung der virtuellen Maschinenparks erfolgt durch sechs vCenter-Server. Ein Team von fünf Mitarbeitern kümmert sich dabei ausschließlich um diese vSphere-Systeme.

Gesamturteil: Gelungen

Das Landesamt setzt bereits seit mehreren Jahren auf VMware-Umgebungen. Um den Wechsel auf die kommende Version zu prüfen und vorzubereiten wurde eine Pilotinstallation von vSphere 5 und vCenter 5 aufgebaut. Diese besteht aus 4 ESXi-Servern.

Alles in allem hält Christoph Graf, Infrastruktur Experte des Landesamts und VMware Certified Professional, die Neuerungen in der VMware-Suite für gelungen. Besonders angetan ist Christoph Graf von den neuen Hochverfügbarkeitsfunktionen von vSphere 5.

Die neue Logik gebe mehr Aufschluss über den aktuellen Zustand eines vSphere-Clusters. Vorteilhaft ist laut Graf dabei auch die Information über den Heartbeat und die Kenntnisse über den Master des Systems. „Der Aufbau von Hochverfügbarkeitslösungen mit vSphere 5 wird damit“, so Graf, „einfach und klarer“.

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