Kooperation bei Server-Virtualisierung nicht automatisiert

Bereitstellen von VMs: es mangelt an Kommunikation zwischen Teams

| Redakteur: Ulrich Roderer

Mangelnde übergreifende Prozesse verhindern effektives Management von VMs.
Mangelnde übergreifende Prozesse verhindern effektives Management von VMs. (Bild: Infoblox)

Obwohl das Deployment von VMs teamübergreifende Zusammenarbeit zwischen Server-, Storage- und Netzwerkadministratoren erfordert, zeigt eine neue Studie, dass die Teams weitgehend in Silos getrennt voneinander arbeiten. Es fehlen übergreifende Tools.

Das Marktforschungsunternehmen Enterprise Management Associates (EMA) und Infoblox haben die Auswirkungen von teamübergreifender Zusammenarbeit bei der Installation Virtueller Maschinen (VM) untersucht.

Der Report zeigt, dass bei VM-Installationen mehrere IT-Abteilungen involviert sind. Neben den Teams zur Servervirtualisierung gehören dazu die Administration der physikalischen Infrastruktur, Netzwerke, Anwendungssicherheit, Storage sowie Application-Support.

Die knappe Mehrzahl der Befragten (34 Prozent) gaben an, 200 VMs pro Monat bereitzustellen, 32 Prozent der Befragten stellen mehr als 500 VMs pro Monat bereit, einige sogar bis zu 5.000. Dieses Volumen verursacht Stress im gesamten Unternehmen, insbesondere jedoch in den Bereichen, die für die Sicherstellung erfolgreicher Installationen koordiniert werden müssen.

Die Lage beim Management ist sehr uneinheitlich. Zuständige fürs Netzwerk nutzen nur zu 33 Prozent packetierte Lösungen für Maintenance und Konfiguration, 24 Prozent nutzen Herstellertools und 20 Prozent setzen Scripts ein. Im Gegensatz dazu nutzen VM-Administratoren zu 54 Prozent Orchestrierungstools, 70 Prozent verwenden Templates und Scripts. All diese Methoden erfordern sehr viel manuelle Arbeit bei Spezialisten. Die Marktforscher sehen in den fragmentierten Lösungen einen der Gründe, warum die einzelnen Teams weiterhin getrennt arbeiten. Die Tools unterstützen die Zusammenarbeit nicht.

Manueller Lifecycle

Die Mehrzahl der Befragten beschreiben die Zusammenarbeit über den VM-Lebenszyklus hinweg als formalisiert aber manuell. Dies führt zu einer geringeren Effizienz im Vergleich zu automatisierten Ansätzen. Wenn die Zahl der Virtuellen Maschinen weiter zunimmt, dann wird eine höhere Effizienz erforderlich, um sauber konfigurierte VMs zeitgerecht bereitzustellen.

Wie die Studie ermittelt fehlen auch weitgehend Ansätze zu übergreifenden Schulungen. Jeder fünfte Befragte hat keine Pläne und 70 Prozent gaben an, übergreifende Schulungen erst zusammenzustellen. Zudem erlauben die Tools kaum Zusammenarbeit wie 36 Prozent angaben.

„Server-Virtualisierung liegt weiter im Trend und Cloud-Anwendungen sind hierfür die treibende Kraft. Je manueller die Prozesse sind, desto anfälliger sind sie für Fehler und Verzögerungen“, erklärt Tracy Corbo, Principal Research Analyst bei EMA. „Der Grund für den Einsatz einer virtuellen Infrastruktur liegt in der Beschleunigung der Bereitstellungsprozesse. Dazu sind eine teamübergreifende Zusammenarbeit und das Ausbrechen aus Silos ebenso notwendig wie der Einsatz von domänenübergreifenden Werkzeugen.“

Raus aus dem Silo

Die meisten Teilnehmer stimmten zu, dass integrierte multidisziplinäre IT-Teams, zusätzliches Personal sowie domänenübergreifende Hilfsmittel den Bereitstellungsprozess beschleunigen könnten. Nach den Hemmfaktoren befragt, gaben 57 Prozent der Teilnehmer an, dass die Arbeitsbelastung und das fehlende Personal die pro-aktive Zusammenarbeit behindern würden.

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