DHCP in Windows Server 2016

Ausfallsicherheit durch Konflikterkennung

| Autor: Thomas Joos

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Als praktisch hat sich die Funktion der Konflikterkennung erwiesen, bei der ein DHCP-Server zunächst versucht, einen Verbindungsaufbau mit der IP-Adresse zu herzustellen, die er als Nächstes vergeben will. Bekommt er darauf keine Antwort, ist die Adresse unbenutzt und steht für den nächsten Client zur Verfügung.

Gibt es bereits einen Client mit der gleichen IP-Adresse, erkennt das der Server und verwendet einfach die nächste Adresse aus seinem IP-Bereich. Sind im Unternehmen mehrere DHCP-Server im Einsatz, ist der beste Weg beide mit den exakt gleichen Bereichen aus einem identischen Adresspool zu konfigurieren.

Die Konflikterkennung stellen Sie in den Eigenschaften von IPv4 oder IPv6 auf der Registerkarte Erweitert ein. Standardmäßig ist diese auf 0 gesetzt und damit nicht aktiv.Durch das Abändern dieses Wertes auf 1 oder 2 aktivieren die Server diese Erkennung, und die Gefahr der Vergabe von gleichen IP-Adressen besteht nicht mehr.

Der Nachteil dabei ist, dass sich die Dauer der Adressvergabe erhöht. Das stellt aber normalerweise kein Problem dar, vor allem Angesichts der Tatsache, dass dadurch die Ausfallsicherheit deutlich verbessert ist.

Beachtet werden muss dabei aber auch, dass alle eingesetzten DHCP-Server hinsichtlich ihrer Hardware so ausgestattet sind, dass diese den Ausfall eines Servers abfangen können. Dazu gehören neben CPU- und Speicherausstattung auch entsprechende Leistung im Netzwerk. Am besten sind in einem DHCP-Server mehrere Netzwerkkarten integriert, welche sich die Last teilen. Für jeden zusätzlichen Konflikterkennungsversuch des DHCP-Diensts, verzögert sich die Adressvergabe um zusätzliche Sekunden. Aus diesem Grund sollte die Anzahl der Konflikterkennungsversuche zwei Versuche nicht übersteigen.