Thinprint steigt in den Secure-Printing-Markt ein

Ab jetzt verlangt der Drucker einen Ausweis

31.01.2011 | Redakteur: Ulrike Ostler

In der ersten Version von „.Print Personal Printing Essentials“, die heute auf den Markt kommt, ist eine Authentifizierung per Smartphone nur mit Blackberry-Devices möglich. Bild ThinPrint

Wenn die Mitarbeiter sich am Drucker ausweisen müssen, um ihre Ausdrucke zu bekommen, erhöht das nicht nur die Sicherheit, sondern spart auch Papier. Denn oft werden die Druckaufträge zwar abgeschickt, doch die Ausdrucke gar nicht abgeholt. Würde jedoch nur das gedruckt, was tatsächlich gebraucht wird, sparte das nach Berechnungen von Gartner-Analysten 10 Prozent des Papierverbrauchs in Unternehmen.

„.print Personal Printing Essentials“ ist das erste verfügbare Thinprint-Produkt zum Benutzer-authentifizierten Drucken. Das Angebot ermöglicht sicheres Drucken durch die Authentifizierung des Anwenders an beliebigen Druckern via Smartcard oder Blackberry und QR-Barcodes. Die Benutzerverwaltung setzt auf dem „Active Directory“ von Microsoft auf.

Durch die Kombination mit seinen virtuellen Treibern ermöglicht das Thinpint-Produkt Hersteller-unabhängiges „Personal Printing“. Eine Investition in kostspielige Spezial-Drucker ist überflüssig und spätere Investitionen sind flexibel bezüglich der Drucker-Auswahl.

Diese Unabhängigkeit ermöglicht zudem eine einheitliche Benutzeroberfläche, die unabhängig vom verwendeten Drucker funktioniert. Aufwändige Schulungen sind somit überflüssig.

Wie funktioniert der Ablauf?

Will ein Anwender von seinem PC aus drucken, wählt er Personal Printing als Drucker. Der Druckauftrag wird daraufhin in einem anwenderspezifischen Verzeichnis zwischengespeichert.

Um an den Ausdruck zu gelangen, können die Nutzer jederzeit am Drucker ihrer Wahl den Ausdruck starten. Dafür müssen sie sich dort beispielsweise mit einer Chipkarte authentifizieren.

Derzeit sind zwei Kartensysteme bereits in der Software eingerichtet: Gem Club Memo und Seccos. Ist im Unternehmen bereits ein anderes Kartensystem im Einsatz, lässt sich die Software darauf anpassen.

Entweder karte oder Blackberry

Die Berliner Thinprint AG unterstützt mit ihrem ersten Personal oder Secure Printing von Haus aus zwei verschiedenen Kartensysteme. Anpassungen sind jedoch machbar. Bild: ThinPrint
Die Berliner Thinprint AG unterstützt mit ihrem ersten Personal oder Secure Printing von Haus aus zwei verschiedenen Kartensysteme. Anpassungen sind jedoch machbar. Bild: ThinPrint

Eine Alternative zur Identifizierung besteht in der Verwendung eines Blackberry-Smartphones. Um das zu ermöglichen, werden QR-Barcodes an dem jeweiligen Drucker angebracht,. Die Anwender müssen dann zur Druckausgabe lediglich den Code mit einer entsprechenden App auf dem Blackberry scannen.

Den Vorteil eines Personal Printing beschreibt Charlotte Künzell, CIO und COO der Thinprint AG: „Die Zeiten, in denen vertrauliche Dokumente im Drucker liegen blieben, weil sie dort schlichtweg vergessen wurden sind damit endgültig vorbei. Umgekehrt müssen weniger Drucker angeschafft werden, da solche, die nur für vertrauliche Informationen gedacht sind, überflüssig werden.“

Zudem könnten die Mitarbeiter, sollte ein Drucker durch große Druck-Jobs belegt sein, einfach zu einem anderen Drucker gehen, um dort die eigenen Dokumente abzuholen. Jetzt sei es nur möglich, die Druck-Jobs an dedizierte Drucker zu schicken. Außerdem bedürf es bei dieser Organisation stets einer Druckertreiber-Verwaltung auf jedem einzelnen PC. Das sei jetzt vorbei.

Die Vorteile des Personal Printing

Zu den Vorteilen des Thin-Print-Produktes sagt Künzell: „Unsere Secure-Printing-Lösung kostet etwa ein Drittel der bisher am Markt erhältlichen Lösungen. Die Lösung ist damit ideal für Unternehmen, die mit einer überschaubaren Investition ihre Druckkosten senken oder einzelnen Abteilungen sicheres, persönliches Drucken vertraulicher Dokumente ermöglichen wollen.“

Sie möchte in die kommende Version ein Feature einbauen lassen, das die Anwender darüber informiert, wie viele Druckaufträge gelöscht wurden, weil ein Mitarbeiter sie nie hat ausdrucken lassen. Anhand dieser Angabe könnte sich ein Unternehmen schnell ausrechnen, wie hoch die Einsparungen sind und wie schnell sich die Investition lohnt.

Die auf dem Server zu installierende Software kostet 2.500 Euro. Hinzu kommen 30 Euro pro Nutzer.

Die Server-Grundlage

Als Druck-Server unterstützt .print Personal Printing Essentials Microsoft Windows Server 2003 (32bit/x64) ab SP2, Windows Server 2008 (32bit/x64), und Windows Server 2008 R2. .print Personal Printing Essentials ist unabhängig oder in Kombination mit einer .print Server Engine einsetzbar.

Das Produkt kann mit einem reinen Software-Download von .print Personal Printing Essentials getestet werden. Das Produkt und die kostenlose Demoversion sind sofort erhältlich.

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Vielleicht werden die Anschaffungskosten durch weniger Papier und Tonerverbrauch tatsächlich...  lesen
posted am 02.02.2011 um 09:28 von Unregistriert


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